Die Kölner Synagoge in der Roonstraße steht dauerhaft unter polizeilicher Beobachtung (Foto: IMAGO / Future Image)

In Köln verzeichnete die Antisemitismus-Meldestelle vermehrt antisemitisch motivierte Vorfälle: Im Jahr 2022 wurden insgesamt 83 Vorfälle verzeichnet, ein Anstieg um 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Im Überblick:

  • 2022 hab es einen deutlichen Anstieg antisemitischer Taten.
  • Formen des Antisemitismus: Die Vorfälle waren sowohl zahlenmäßig als auch in der Form der Gewalt gestiegen.
  • Täter und Tatorte: Die meisten Vorfälle ereigneten sich auf der Straße und betrafen Einzelpersonen, insbesondere in der Innenstadt.

Bekanntheit der Meldestelle auf dem Vormarsch

Die wachsende Bekanntheit der Antisemitismus-Meldestelle in Köln scheint eine der Ursachen für den Anstieg der dokumentierten Vorfälle zu sein. Damit steigt auch die Sensibilisierung der Gesellschaft für dieses Thema. Dies ist ein ermutigendes Zeichen, dass die Stadtgemeinschaft die Herausforderung erkennt und bekämpft.

Durchschnittliche Vorfälle und ihre Auswirkungen

  • Im Durchschnitt wurden sieben antisemitische Vorfälle pro Monat gemeldet.
  • Von 30 dokumentierten Angriffen auf Einzelpersonen waren 90 Prozent jüdisch oder als solche adressiert.
  • Es zeigt sich, dass Antisemitismus in Köln in verschiedenen Formen auftritt, von Othering bis hin zum modernen Antisemitismus.

Neben Angriffen auf Einzelpersonen wurden auch Synagogen und Gedenkstätten Ziel der Angriffe:

  • Der Brandanschlag auf die Synagogen-Gemeinde Köln im Mai 2022 ist ein Beispiel für extreme Gewalt.
  • Gedenkstätten: Es gab einen Anstieg von antisemitischen Vorfällen an Gedenkstätten - von sechs, 2021 auf 15 Fällen im Jahr 2022.