Die Kölner Zentralbibliothek findet sich im Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler wieder. Der Grund: 65,2 Millionen Euro. 

Überblick:

  • Der Bund der Steuerzahler veröffentlichte am Mittwoch das Schwarzbuch. Hier finden sich jedes Jahr Projekte wieder, bei denen der Verein der Ansicht ist, dass dort Geld verschwendet wurde.
  • Dieses Mal sind viele Projekte in NRW dabei. So auch die Kölner Zentralbibliothek.

Details:

  • Wie der „Express“ berichtete, sollte die Sanierung der Zentralbibliothek laut Schwarzbuch ursprünglich 15,8 Millionen Euro kosten.
  • Die fehlende Berücksichtigung aller Etagen, teurere Beleuchtung und Auslagerung der Bibliothek, Baunebenkosten, Brandschutz, Dachterrasse, Altlastenbeseitigung und andere Faktoren sorgten schließlich dafür, dass die Kosten erst auf 31,4, dann auf 59,4 und schließlich auf geschätzte 81 Millionen Euro stiegen – ganze 65,2 Millionen Euro mehr als ursprünglich veranschlagt.
  • Zudem wird die Bibliothek voraussichtlich erst 2027 wieder öffnen.
  • Die Stadt habe ich Pläne für die Bibliothek noch einmal verändert, nachdem das zuständige Innenarchitekturbüro 2018 aus dem Vorhaben ausgestiegen war.

Hintergrund:

  • Die Zentralbibliothek ist nicht das einzige Projekt in NRW, das im Schwarzbuch in der Kritik steht. Unter anderem sind die Bonner Beethovenhalle, eine Marina am Greisbachsee in Monheim sowie eine Fahrradrampe der Stadt Burscheid dabei.
  • Köln war bereits im vergangenen Jahr im Schwarzbuch vertreten – damals mit der Rettungshubschrauberstation auf dem Kalkberg.

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