Die neue "Holy Shit"-Toilette im Kölner Volksgarten. (Foto: Leslie Heuer)

Ab sofort ist der Gang zur Toilette im Kölner Volksgarten auch gleichzeitig eine umweltfreundliche Amtshandlung. Die neue Trockentoilette "Holy Shit" macht es möglich.

Im Überblick:

  • Der erste Prototyp der nachhaltigen Trockentoilette "Holy Shit" ist ab sofort im Kölner Volksgarten zu finden.
  • Das Toilettensystem trennt Festes von Flüssigem und nutzt beides für die Düngerproduktion.
  • Bei erfolgreichem Verlauf könnte das Toilettensystem Potenzial haben, weitere öffentliche Toiletten in Köln zu ersetzen.

Eine nachhaltige Toilette im Kölner Volksgarten

Die "Holy Shit"-Toilette im Volksgarten ist die erste innovative, nachhaltige Trockentoilette in Köln. Anstelle von Wasser und Chemikalien wird hier ein automatischer Streuspender eingesetzt. Dieser trennt feste und flüssige Abfälle, die dann in Köln-Langel hygienisiert und zu Dünger verarbeitet werden. So berichtet der Express.

  • Anastasia Bondar, eine Kölner Designerin, hat das Toilettensystem im Rahmen ihrer Masterarbeit entwickelt – und damit im Jahr 2022 den Kölner Designpreis gewonnen.
  • Aktuell befindet sich "Holy Shit" in der Pilotphase – nach zwei Jahren könnte das neue Toilettensystem weitere öffentliche Toiletten ersetzen.

"Holy Shit" nicht nur nachhaltig, sondern auch stylisch

Die "Holy Shit"-Toilette hat mehrere kleine Besonderheiten, die sie von herkömmlichen Dixiklos unterscheidet. Etwa wird sie von außen beleuchtet – im Dunkeln leuchtet sogar ein "Heiligenschein" über dem Häuschen.

Fazit:

Die Einführung des "Holy Shit"-Toilettensystems im Kölner Volksgarten liefert nicht nur eine Lösung für das Fehlen öffentlicher Toiletten in der Stadt – jeder Toilettengang trägt auch zur Nachhaltigkeit bei. Die Zukunftsaussichten des Projekts scheinen vielversprechend: Die erste Toilette ist seit dem 28. November in Betrieb.