Seit 100 Jahren wacht der "Decke Pitter" über Köln. Zum Jubiläum gibt es ein ganz besonderes Geschenk. Das hat unser Pitter in den letzten 100 Jahren erlebt.

Im Überblick:

  • Der "Decke Pitter" ist die tontiefste freischwingende Glocke der Welt.
  • Seit 100 Jahren wacht er über Köln.
  • Zum Jubiläum zieht die Klaraglocke zurück in den Vierungsturm.

Geburtstag des "Decke Pitter"

Die Petersglocke, liebevoll "Decke Pitter" genannt, feiert am 5. Mai ihren 100. Geburtstag. Sie erklingt zu hohen Feiertagen und besonderen Anlässen, wie dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Glocke wurde 1923 in einer thüringischen Glockengießerei gegossen und hat ihren Platz im Südturm des Kölner Doms.

Die Klaraglocke kehrt zurück

Zum Jubiläum hat der "Decke Pitter" ein besonderes Geschenk bekommen: die zwölfte Glocke, die Klaraglocke, kehrt zurück. Sie hing bereits im 19. Jahrhundert im Vierungsturm und diente vor allem als Alarmglocke. Seit 1920 wurde sie nicht mehr benutzt, wurde 1981 wegen Witterungsschäden abgenommen und erstrahlt nun im neuen Glanz.

Holprige 100 Jahre

  • Allein zum Gießen des "Decke Pitter" mussten 24 Tonnen Bronze mussten auf 1.000 Grad Celsius erhitzt werden
  • Um ihn später von Apolda nach Köln zu transportieren, legte der "Decke Pitter" 370 Kilometer mit der Bahn zurück
  • 2011 brach der Klöppel der Glocke und verdonnerte sie zu fast einem Jahr Stille. Reparaturen an einer solchen Glocke sind komplex und dauern lange
  • Damals hat es 28 Personen gebraucht, um den Pitter zum Läuten zu bringen. Heute braucht es nur noch einen Knopfdruck.

Der "Decke Pitter" ist heute die tontiefste freischwingende Glocke der Welt und sein Klang schallt bei guten Wetterverhältnissen etwa einen Kilometer weit.