Unerwartete Wende: Am Ehrenfeldgürtel in Köln sollen statt 280 Wohnungen jetzt unter anderem ein Hotel und ein Supermarkt entstehen. Diese Entscheidung hat weitreichende Auswirkungen auf die lokale Clubszene.

Im Überblick:

  • Am Ehrenfeldgürtel sollen geplante Wohnungen für ein Hotel- und Einzelhandelskomplex weichen.
  • Die Entscheidung schützt die Clubs "Bumann & Sohn" und das "Artheater" vor drohendem Aus.
  • Die neuen Pläne setzen ein Zeichen gegen die Gentrifizierung und das Clubsterben in Köln.

Wendepunkt in Ehrenfeld: Zwei Clubs dürfen bleiben

Das Bauprojekt am Ehrenfeldgürtel nimmt eine unerwartete Wende: Statt der ursprünglich geplanten Wohnungen soll dort, wo sich aktuell noch das alte Postgebäude befindet, ein gemischt genutzter Komplex entstehen. Kernpunkt soll ein Hotel werden, ergänzt durch einen Supermarkt, eine Drogerie sowie kleinere Geschäfte im Erdgeschoss – so berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger".

  • Der Grund: Die lokalen Kulturinstitutionen sollen bewahrt werden – die Clubs "Bumann & Sohn" und das "Artheater" standen durch die ursprünglichen Pläne vor einem potentiellen Aus.
  • Dank der neuen Ideen für den Standort soll die Zukunft beider Clubs nun gesichert sein.

Die Rolle der Klubkomm

Der Widerstand gegen die Wohnbebauung am Ehrenfeldgürtel wurde maßgeblich von der Klubkomm, dem Interessenverband der Kölner Clubs und Veranstalter*innen, initiiert. Ihre Sorge galt vor allem Lärmklagen, die durch die Nähe der Wohnungen zu den Clubs entstehen könnten.

  • Auf dem Gelände des alten Postgebäudes waren ursprünglich 280 Wohnungen geplant, darunter 265 Mikro-Apartments – moderne Wohnungen mit geringer Wohnfläche und hohen Quadratmeterpreisen.
  • Bereits im Juni 2023 beschloss der Stadtentwicklungsausschuss, die Club-Schutzzone in Köln-Ehrenfeld zu erweitern und das "Bumann & Sohn" und das "Artheater" einzuschließen.

Fazit:

Die Entscheidung der Stadt Köln, die zwei Clubs in Ehrenfeld in die städtischen Planungen einzubeziehen, setzt ein deutliches Zeichen gegen das Clubsterben und die fortschreitende Gentrifizierung im Veedel. Kultur und Stadtentwicklung können also doch zusammen funktionieren. Wann der Abriss des alten Postgebäudes startet, ist noch unklar.

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