Eine Hinrichtung aus Sicht des Henkers erleben oder die Details des Gladbecker Geiseldramas nacherleben. Kölner Stadtführungen können ganz schön düster sein.

Im Überblick:

  • Klassische Stadtführungen sind oftmals sehr informativ und zeigen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten.
  • Es gibt aber auch düstere Alternativen, die spannend und unterhaltsam sind.
  • Und das, ohne die Strahlkraft großer Sehenswürdigkeiten zu benötigen.

Gruseln, staunen und erschrecken

Stadtführungen haben immer so etwas wunderbar Positives. Im Idealfall begeistert der Führer sein Publikum noch mit gekonntem Charme und Witz und vermittelt selbst trockene Inhalte interessant und lebendig. Aber es muss doch auch anders gehen!

Köln hat in über 2.000 Jahren Stadtgeschichte schon genug dunkle Zeiten und grausige Taten gesehen. Und über die kann man doch auch mal reden. Ein Kontrastprogramm zu den gewohnten Stadtführungen.

Wir haben euch drei Highlights herausgesucht, die genau das verkörpern:

"Sex & Crime"

  • Eine Stadt, die eine Geschichte hat, die bis in die Römerzeit zurückgeht, sollte doch wohl einige Storys rund und Sexualität und Kriminalität auf Lager haben.
  • Schaut man auf die Geschichte von Aggripina, der Gründerin der Stadt Köln, wird direkt das volle Programm abgedeckt.
  • Vielversprechend für die kommenden 2.000 Jahre, die auf der Stadtführung ebenfalls beleuchtet werden.
  • Es geht um Bordelle im Mittelalter, Leichen auf der Schäl Sick und Homosexualität in vergangenen Zeiten.
  • Mehr dazu gibt es hier.

"Henker, Huren, Halunken"

  • Eine wundervolle Alliteration, die den Inhalt der Stadtführung gut zusammenfasst.
  • Auf der Tour dreht sich alles rund um die Rotlichtszene und Kriminalität im mittelalterlichen Köln.
  • In diesen Zeiten galten relativ strenge Regeln, deren Verstoß oftmals drakonisch bestraft wurde. Irgendwo muss der Begriff “einen Kopf kürzer machen“ ja herkommen.
  • Für einen tieferen Blick hinter die Kulissen plaudert ein Henker aus dem Nähkästchen.
  • Eine besondere Stadtführung, über die auch der WDR schon berichtete.

"Jüngere Kriminalfälle"

  • Es muss ja nicht immer der Rückblick bis in die Römerzeit oder das Mittelalter sein.
  • Auch im 20. Jahrhundert gab es in Köln genug Kriminalfälle, die eine Erzählung wert sind und einen Schauer über den Rücken laufen lassen.
  • Nicht umsonst wurde Köln in den 1950er-Jahren auch das "Chicago am Rhein" genannt.
  • Dazu noch ein paar Fälle von Kindesentführung und eine Prise Gladbecker Geiseldrama.
  • Schon hat man eine Stadtführung, die jede Menge grausame Taten und Schicksale behandelt.
  • Mehr dazu gibt es hier.

Unser Fazit

Die dunkle Seite der Geschichte hat immer eine gewisse Anziehungskraft und Dramatik. Bei diesen Stadtführungen kann man sich dem hingeben und in Kölns Schattenseiten eintauchen. Aber es ist auch schön, danach wieder fröhlich und entspannt ein Kölsch trinken zu gehen.