Die Kneipe "Lotta" befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Severinstorburg am Kölner Chlodwigplatz (Foto: Redaktion).

Könnte die Kultkneipe "Lotta" bald für immer aus der Südstadt verschwinden? Das ist jedenfalls ein drohendes Szenario – denn das Gebäude, in dem die Kneipe untergebracht ist, soll verkauft und saniert werden. Doch ein Kollektiv aus der Südstadt setzt alle Hebel in Bewegung, um die Kneipe zu retten.

Im Überblick:

  • Das Gebäude, das die Kultkneipe "Lotta" beheimatet, steht zum Verkauf.
  • Der Verein "Auftrag Südstadt" will das Haus durch einen gemeinschaftlichen Kauf erwerben, um einen Verkauf an eine große Immobilienfirma zu verhindern.
  • Dafür sucht der Verein nach finanzieller Unterstützung in Form von Spenden und Privatkrediten.

"Lotta" in der Südstadt könnte einem Neubau weichen

Die beliebte Kneipe "Lotta" im Kartäuserwall 12 könnte bald ihre Pforten schließen. Das Gebäude, in dem sie untergebracht ist, steht zum Verkauf. Die Kneipenbetreiber*innen fürchten, dass das Haus anschließend abgerissen werden könnte – ein Schicksal, das bereits das Nachbargrundstück 2022 ereilt hat. Denn das Gebäude nebenan wurde nach seinem Verkauf ebenfalls abgebrochen und musste einem Neubau weichen.

  • "Viele von Euch haben bestimmt auch das Bild vom Nachbargrundstück im Kopf, auf dem das Haus vor einigen Jahren entmietet, zwangsgeräumt und abgerissen wurde", heißt es in einem Instagram-Beitrag der Kneipe.
Nachbargrundstück der Lotta
Das Haus auf dem Nachbargrundstück, Kartäuserwall 14, wurde nach dem Verkauf abgebrochen und neugebaut (Foto: Redaktion).

Gemeinschaftskauf als Rettungsversuch: Spenden und Privatkredite gesucht

Um die "Lotta" sowie günstigen Wohnraum im Haus zu erhalten, haben sich jetzt verschiedene Menschen aus der Südstadt zusammengeschlossen und den Verein "Auftrag Südstadt e.V.i.G." gegründet. Als Kollektiv wollen sie an der Auktion des Hauses teilnehmen und das Gebäude gemeinschaftlich kaufen.

  • Ziel sei es, "eine weitere Vernichtung von günstigem Wohnraum durch Investor:innen und Luxussanierung zu verhindern und das kulturelle Angebot in der Kölner Südstadt zu erhalten", ist auf der Website des Kollektivs zu lesen.
  • Der Verein bittet um finanzielle Unterstützung ihres Projekts: Von kleinen Spenden bis hin zu Zusagen von Privatkrediten mit geringem Zinssatz sei alles erwünscht, ist auf Instagram zu lesen.
  • Es laufen zudem Gespräche mit einer Wohnungsgenossenschaft, die weitere Unterstützung bieten könnte.

"Auftrag Südstadt": So soll es weitergehen

Der genaue Plan für eine soziale Übernahme des Hauses soll in den kommenden Wochen festgelegt werden. Sowohl Spenden als auch Kreditzusagen werden nur dann eingezogen, wenn der Kauf des Hauses tatsächlich stattfindet.

  • Eine Veranstaltung, bei der es weitere Informationen zum aktuellen Stand gibt, findet am Donnerstag, 25. Januar, um 18 Uhr statt.
  • Genaueres zum Abend und dem Ort der Veranstaltung wird das Kollektiv rechtzeitig auf Instagram bekannt geben.
  • Wer die Initiative unterstützen und schon jetzt weitere Informationen zum Thema erhalten möchte, kann das auf der Website des Vereins www.auftragsuedstadt.de tun.

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