Der Kölner Fanblock gegen die Eintracht im Deutsche Bank Park in Frankfurt (Foto: IMAGO / osnapix)

Kein Bundesligist gab für Neuzugänge weniger Geld aus als die Geißböcke. In dieser Hinsicht spielen die Kölner in einer Liga mit Heidenheim, Darmstadt und Bochum.

Im Überblick:

  • Nach dem Ende des sommerlichen Transferfensters steht fest: Kein Bundesligist gab weniger Geld für Neuzugänge aus als die Kölner.
  • Mit Ausgaben in Höhe von zwei Millionen Euro steht der FC bereits als Deutscher Sparmeister der Saison fest.
  • Auf der Strecke bleibe möglicherweise die Qualität des Kaders, befürchten Fußballexperten.

Sparmeister 1. FC Köln

Bereits nach dem zweiten Spieltag stand mit dem 1. FC Köln der neue Deutsche Sparmeister der Bundesliga fest: Keines der 18 Teams gab in der Sommer-Transferperiode weniger Geld aus als der Effzeh. Bei insgesamt zehn Verstärkungen ließen die Kölner gerade mal zwei Millionen Euro springen. Geiz ist geil, lautet am Geißbockheim die Vorgabe für die Saison 2023/24.

  • Lediglich für Jeff Chabot öffnete FC-Manager Christian Keller die chronisch klamme Vereinsschatulle. Zum Vorschein kamen ebenjene zwei Millionen Euro.

Es geht auch ohne Ablösezahlung

Bei den restlichen neun Neuzugängen offenbarten die Kölner ihre rigide Sparpolitik. Eine Ablösesumme kam nicht mehr infrage, das Höchste der Gefühle waren Leihgebühren, aber über die wird in der Branche im Regelfall Stillschweigen vereinbart.

  • Gänzlich ohne Zuzahlung kamen die beiden Torhüter Philipp Pentke und Jonas Nickisch sowie die zwei Feldspieler Leart Pacarada und Jacob Christensen.
  • Für Dominique Heintz und Kristian Pedersen soll, so will es das zumeist bestens informierte Onlineportal Geissblog erfahren haben, schlimmstenfalls ein Bonus fällig werden. Dazu müssten die beiden am Rhein aber einschlagen wie eine Bombe.
  • Und gänzlich auf Leihbasis zog es Luca Waldschmidt, Rasmus Carstensen und zuletzt Faride Alidou an den Rhein.

Geiz gegen Kaderqualität 1-0

Auf der Habenseite verbuchten die Verantwortlichen am Geißbockheim schätzungsweise 4,2 Millionen Euro. Für den Weggang von Ondrej Duda gab es 2,7 Millionen, für Jens Castrop 500.000 und beim Verkauf von Yann Bisseck zu Inter Mailand winkte den Kölner eine Beteiligung von rund einer Millionen Euro. Den Schatzmeister wird es freuen.

  • Mit dem Verlust von Qualitätsspielern wie Jonas Hector und Ellyes Skhiri spart der FC zudem ordentlich an Gehältern ein. Experten bezweifeln daher, dass das Team das Leistungsniveau der zurückliegenden Saison erreichen wird. Bei den Transferausgaben kickt der FC jedenfalls bereits in einer Liga mit Heidenheim, Darmstadt und Bochum.
  • "Das Budget ist ausgeschöpft", kommentierte Manager Keller lapidar die Kölner Bescheidenheit.
Ellyes Skhiri
Von Köln nach Frankfurt gewechselt: Ellyes Skhiri (v.l.) am 3.Spieltag gegen den FC (Foto: IMAGO / HMB-Media)

Bayern und Leipzig eilen der Konkurrenz voraus

Am spendierfreudigsten zeigten sich auf dem Transfermarkt erwartungsgemäß die Münchener Bayern, obwohl auch an der Isar so manch erwarteter Deal platzte. Mit 155 Millionen Euro gab der Deutsche Serienmeister aber nur zweieinhalb Millionen mehr aus als Leipzig. In einer gänzlich anderen Liga bewegten sich Leverkusen (80,8 Millionen), Wolfsburg (72,5 Millionen) und Fast-Deutscher-Meister Dortmund (62 Millionen).

Fazit:

Für die jetzt abgelaufene Transferperiode gaben die FC-Verantwortlichen die Devise "Geiz ist geil" aus. Zehn Verstärkungen ließen sie sich gerade mal zwei Millionen Euro kosten, Negativrekord der Bundesligasaison 2023/24.

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