An der Promenade in Köln-Deutz sind wegen des Hochwassers Warnschilder angebracht (Foto: Imago / Marc John).

In den nächsten Tagen ist in ganz Deutschland Dauerregen vorhergesagt. Auch der Wasserpegel des Rheins soll im Laufe der Woche wieder stark steigen. Am Wochenende soll er den Höhepunkt bei der Hochwassermarke II erreichen. Was das bedeutet und welche Maßnahmen die Stadt Köln ergreift.

Im Überblick:

  • Der Rheinpegel in Köln liegt aktuell bei über fünf Metern.
  • Am Samstag könnte die acht-Meter-Marke überschritten werden.
  • Die Stadtentwässerungsbetriebe Köln (StEB) und die Stadt bereiten sich mit umfassenden Schutzmaßnahmen vor.

Der aktuelle Stand in Köln:

Der Kölner Rheinpegel könnte am kommenden Wochenende auf mehr als acht Meter ansteigen. Das teilen die Stadtentwässerungsbetriebe Köln (StEB) in einer aktuellen Meldung mit. Derzeit liegt der Wasserstand bei 5,34 Metern – doch ein kräftiger Anstieg werde in dieser Woche erwartet. Bereits Ende November hatte der Rheinpegel die sieben-Meter-Marke überschritten, soköln. berichtete.

  • In solchen Fälle ergreifen die Stadt Köln und die StEB Köln umfassende Hochwasserschutzmaßnahmen.
  • Von gesperrten Parkplätzen bis hin zum Einsatz von Hochwasserpumpwerken – die Stadt ist vorbereitet.
  • Diese Vorsorge ist das Ergebnis langjähriger Planung und Anpassung nach Hochwassern aus den Jahren 1993 und 1995.

Maßnahmen bei Hochwasser in Köln

Bei Hochwasser werden wichtige Bereiche, wie zum Beispiel der untere Bereich des Rheinboulevards, gesperrt. Das passiert ab einem Rheinpegel von 5,00 Metern. Ab 5,50 Metern ist der Leinpfad stellenweise angeflutet und muss zu diesem Zeitpunkt ebenfalls abgesperrt sein. Weitere Maßnahmen im Detail:

  • Ab 5,80 Metern: Der Parkplatz an der Bastei wird gesperrt.
  • Ab 6,00 Metern: Fünf Hochwasserpumpwerke sind in Betrieb.
  • Ab 6,30 Metern: Der Parkplatz an der Bastei ist überflutet.
  • Ab 6,80 Metern: Das Hubtor in Köln-Rodenkirchen ist geschlossen.
Wichtige Hochwasser-Schutzmaßnahmen

Das passiert ab einem Rheinwasserstand von 7,00 Metern:

Ab einer Marke von 7,00 Metern tritt das große Schieberprogramm im Kanalnetz in Kraft. Schieber sind im Wesentlichen Ventile, die den Fluss von Wasser in den Kanälen steuern. Bei drohendem Hochwasser werden diese so justiert, dass sie das Eindringen von Hochwasser in das Kanalsystem verhindern und den kontrollierten Abfluss des angesammelten Regen- und Abwassers ermöglichen.

  • Im Zuge dessen werden Hochwasserverschlussdeckel installiert, die auf Kanalöffnungen, zum Beispiel Gullys, gesetzt werden, um zu verhindern, dass Hochwasser in die Kanalisation eindringt.
  • Ab dieser Marke sind zwölf Hochwasserpumpwerke in Betrieb, die das überschüssige Wasser aus dem Kanalsystem und anderen kritischen Bereichen in den Rhein zurückpumpen.
  • Erste mobile Wände wurden im Rodenkirchener Auenviertel aufgebaut, die als Barriere gegen Hochwasser dienen.
  • In Porz-Zündorf wird die Groov geflutet, um überschüssiges Wasser aufzunehmen und so die umliegenden städtischen Gebiete zu schützen.
Rheinpegel Hochwasser Köln
Rheinpegel erreicht die 7-Meter-Marke (Foto: Redaktion)

Zusätzliche Maßnahmen:

Bei einem Pegelstand von 8,30 Metern tritt die zweite Hochwasserstufe in Kraft, was weitere Maßnahmen, wie die Anflutung der Promenade in der Kölner Altstadt, erfordern würde. Alle weiteren Maßnahmen können auf der Website der StEB Köln nachgelesen werden.

Fazit:

In der aktuellen Hochwasserlage zeigt sich, wie wichtig umfassende Vorbereitungen sind. Die StEB Köln koordiniert die Schutzmaßnahmen, die Teil einer koordinierten Strategie sind, um die Auswirkungen von Hochwasser zu minimieren und die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.

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