Das Archivgebäude am Eifelwall, Sitz des Historischen Archivs der Stadt Köln (Foto: IMAGO / Horst Galuschka)

Neue Ehre für das Historische Archiv der Stadt Köln: Die UNESCO erhebt zwei dort aufbewahrte Archivalien in den Status des Weltdokumentenerbes. Was steckt hinter den Dokumenten?

Im Überblick:

  • Das "Prunkkopiar des Brügger Hanse-Kontors" und eine Sammlung von "Hanserezessen" erhalten UNESCO-Anerkennung.
  • Beide Dokumente spiegeln die weitreichende Geschichte der Hanse wider.
  • Öffentliche Präsentation der Welterbe-Stücke am 24. Mai 2023 im Historischen Archiv der Stadt Köln.

Die Details:

Die Aufnahme in das Register "Memory of the World" der UNESCO ist mehr als nur eine Ehre. Es unterstreicht die internationale Bedeutung Kölns als Kulturstandort und lässt die Stadt weiter in den Fokus der Weltöffentlichkeit rücken.

"Die Kraft der Hanse"

Die beiden Archivalien zeugen von der transnationalen Kraft der Hanse, einer bürgerschaftlich getragenen Organisation, die entscheidend für die Entwicklung von Handel und Recht in Europa war.

  • Ihre Bedeutung erstreckte sich über diverse Länder von England bis zum Baltikum und von Norwegen bis Norddeutschland.
  • Diese Dokumente sind ein lebendiges Beispiel dafür, wie friedlicher Handel dabei half, Grenzen und Sprachbarrieren zu überwinden.

Kölns neueste Schätze

  • Das "Prunkkopiar des Brügger Hanse-Kontors": Eine Sammlung von Urkunden, die Handelsrechte dokumentieren, die Könige und Fürsten den Hansekaufleuten gewährten. Ein hervorragendes Beispiel flandrischer Buchkunst.
  • Die "Hanserezessen": Auf gemeinsamen Tagungen gefasste Beschlüsse der Hansestädte. Sie ermöglichen unmittelbare Einblicke in die damaligen Verhandlungen und ihre Ergebnisse.

Eure Chance, die Dokumente hautnah zu erleben, ist die öffentliche Präsentation am 24. Mai 2023 im Historischen Archiv der Stadt Köln.