In Köln stehen viele zukünftige Erstklässler noch ohne Schulplatz da. Mit einer ad-hoc-Aktion sollen nun zwölf Grundschulen kurzfristig weitere Klassen einrichten, um dem Mangel an Schulplätzen entgegenzuwirken.

Im Überblick:

  • 300 Kölner Kinder benötigen kurzfristig Schulplätze.
  • Zwölf Grundschulen sind aufgefordert, zusätzliche Klassen einzurichten.
  • Das Schreiben der Stadt bezeichnet das Vorgehen als "alternativlos" und begründet die Situation mit verspäteten oder fehlenden Anmeldungen.

Ungeplante Zusatzklassen - ein neuer Alltag?

Trotz einer hohen Anzahl an Wiederholer*innen der ersten Klasse und der verspäteten Anmeldungen sei es nicht möglich gewesen, die Situation früher einzuschätzen.

  • Somit hat die Stadt kurz vor den Sommerferien weiteren zwölf Grundschulen mitgeteilt, dass sie kurzfristig im Gebäudebestand noch eine Mehrklasse einrichten müssen, berichtet der Kölner Stadt-Anzeiger mit Verweis auf ein ihm vorliegendes Schreiben.
  • Trotz der enormen organisatorischen Herausforderung ist die Stadt überzeugt, dass die bestehenden Gebäude diese Anforderungen erfüllen können.

Bildungsgerechtigkeit im Fokus

Die Schulen sehen die Situation kritisch, insbesondere hinsichtlich der Bildungsgerechtigkeit.

  • Da viele der Kinder, die noch auf einen Platz warten, keinen Kindergarten besucht haben und teilweise kein Deutsch sprechen, besteht die Sorge, dass eine heterogene Klassenmischung schwer zu erreichen ist.
  • Dennoch arbeiten alle Beteiligten mit Hochdruck daran, die bestmöglichen Lernbedingungen für alle Schüler*innen zu schaffen.

Neue Herausforderungen und Perspektiven

Die Einrichtung zusätzlicher Klassen stellt eine riesige Herausforderung dar, die kurzfristige Neuorganisation erfordert. Die Schulen befürchten, dass diese Notlösung zur Norm werden könnte, insbesondere wenn die Schülerzahlen in den nächsten Jahren weiter ansteigen.