Impressionen vom Fahrrad fahren in Köln (Foto: IMAGO / aal.photo)

Rechts- wie linksrheinisch plant das Verkehrsdezernat Hunderte von zusätzlichen Kilometern Straße, auf denen Radfahrer Vorfahrt genießen.

Im Überblick:

  • Die Stadt Köln will die Fahrradstraßen in den kommenden Jahren "massiv" ausbauen.
  • Mit einer Mischung aus Fahrradstraßen, geöffneten Einbahnstraßen und Fahrradstreifen sollen durchgängige Routen erreicht werden.
  • Seit Dienstag wirbt die Stadt mit einer Werbekampagne für das neue Verkehrskonzept.

Mobilitätsplan bis 2035 umsetzen

Kölns Verkehrsdezernat hat Großes vor. Insbesondere was den Ausbau der Fahrradstraßen angeht, will die Stadt in den kommenden Jahren Gas geben.

  • "Die Zielsetzung unseres nachhaltigen Mobilitätsplans “Besser durch Köln” ist das Jahr 2035, bis dahin wollen wir erhebliche Änderungen umgesetzt und etabliert haben", sagte jetzt der verantwortliche Dezernent Ascan Egerer.
  • Zudem wolle man Köln bis dahin klimaneutral machen.

180 Kilometer allein im Rechtsrheinischen

Konkret, so Egerer, wolle die Stadt den Ausbau der Fahrradstraßen in den kommenden Jahren "massiv" vorantreiben. Gegenwärtig komme die Stadt auf insgesamt 51 Straßen mit einer Gesamtlänge von 25 Kilometern, die zumindest teilweise als Fahrradstraßen ausgewiesen seien.

  • Allein im Rechtsrheinischen plant die Stadt insgesamt 180 Kilometer Fahrradstraße. Für das Linksrheinische liegt noch keine Zahl vor.
  • Der Stadtteil Lindenthal, der derzeit auf 5,7 Kilometer kommt, soll in absehbarer Zeit über "mehr als 45 Kilometer" Fahrradstraße verfügen, schreibt der Kölner Stadtanzeiger. Laut Egerer seien in allen Stadtteilen Radhauptnetze beschlossen worden.
  • "Nun geht es darum, die Planungen zu konkretisieren."

Eine gelungene Mischung soll es richten

Allerdings konzentriert sich das Verkehrsdezernat nicht ausschließlich auf Fahrradstraßen. Zur Erinnerung: Meist sind auf diesen Autos und Motorräder durchaus zugelassen, diese müssen sich aber den Radfahrern unterordnen. Beispielsweise dürfen auf Fahrradstraßen mehrere Radfahrer nebeneinander fahren. Für die Stadt stellt dieser Typus Straße aber nur eine Möglichkeit zur angestrebten Mobilitätswende dar.

  • "Es geht um eine Kombination aus Fahrradstraßen, geöffneten Einbahnstraßen und Fahrradstreifen, um durchgängige Routen tatsächlich zu erreichen", sagte Egerer.

Köln hinkt anderen Städten hinterher

Dass die Domstadt in Sachen Fahrradkultur alles andere als ein Vorreiter ist, gibt auch Verkehrsdezernent Egerer unumwunden zu.

  • "Die ersten Städte haben vor zehn Jahren begonnen, sich konsequent auf nachhaltigen Verkehr einzustellen."

In Köln sei aber noch lange nicht alles verloren. Man ziehe jetzt zwar nach, aber das mit zunehmender Geschwindigkeit, so Egerer.