In den Zelten vor dem Kölner Dom werden die Besuchenden von der Polizei kontrolliert (Foto: Imago / Beautiful Sports).

Am Kölner Dom gelten aufgrund einer Terrorwarnung erhöhte Sicherheitsmaßnahmen. Es gab Hinweise, dass der Dom Ziel eines islamistischen Angriffs sein könnte. Bislang blieb die Situation ruhig, doch die Behörden raten weiterhin zur Wachsamkeit. Ein Überblick über die aktuellen Geschehnisse.

Im Überblick:

  • Am Kölner Dom gelten aufgrund einer Terrorwarnung verschärfte Sicherheitsvorkehrungen.
  • Die meisten touristischen Angebote sind ausgesetzt. Nur Gottesdienste finden aktuell statt – unter erhöhten Sicherheitsauflagen.
  • Über 100.000 Menschen besuchen normalerweise das Wahrzeichen zwischen Weihnachten und Neujahr.

Anschlagswarnung Kölner Dom – was ist passiert?

Aufgrund einer Terrorgefahr gelten am Kölner Dom seit Heiligabend verschärfte Sicherheitsmaßnahmen. Es gab Warnungen, dass der Dom Ziel eines islamistischen Angriffs sein könnte. Laut der Kölner Polizei bezogen sich die Hinweise zwar auf Silvester, die Sicherheitsvorkehrungen wurden aber bereits über die Weihnachtstage erhöht.

  • Seit dem 24. Dezember sind viele Polizeikräfte am Kölner Dom im Einsatz und führen Kontrollen der Besucher*innen durch.
  • Am Samstagabend wurde der Dom von der Polizei mit Spürhunden durchsucht, wobei nichts Verdächtiges gefunden wurde. Zwischenzeitlich wurde die Kathedrale abgesperrt.
  • Laut Informationen der Deutschen Presse-Agentur hatten die Sicherheitsbehörden Hinweise auf ein mögliches Attentat einer islamistischen Gruppe auf den Kölner Dom und eine Kirche in Wien erhalten.
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Teil der Sicherheitsmaßnahmen sind auch von der Polizei durchgeführte Sicherheitskontrollen (Foto: Imago / Beautiful Sports).

Erhöhte Vorsicht – Kölner Dom bleibt für touristische Besuche geschlossen

Für Tourist*innen bleibt der Dom in den meisten Fällen zu – Führungen sowie der Zugang zur Schatzkammer und Aussichtsplattform sind abgesagt. Nur bereits vereinbarte Innenraumführungen werden derzeit noch durchgeführt.

  • Normalerweise zieht der Dom zwischen Weihnachten und Neujahr mehr als 100.000 Besucher*innen an.

Gottesdienste und Beichten sind unter erhöhter Sicherheitsauflagen weiterhin möglich. Die Polizei setzt etwa auf Personen- und Taschenkontrollen.

  • Während der Christmette dankte Kardinal Rainer Maria Woelki den Einsatzkräften und den Gottesdienstbesuchenden, dass sie sich trotz der Lage "nicht haben ängstigen und erschrecken lassen, sondern dass sie mutig hergekommen sind".
  • Auch die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker besuchte die Messe.

Aktuelle Entwicklungen – Verdächtiger in Wesel festgenommen

Erst jetzt wurde bekannt, dass die Polizei bereits an Heiligabend in Wesel eine Wohnung durchsucht und fünf Männer vorübergehend festgenommen hat. Vier der Männer wurden inzwischen wieder freigelassen, während ein 30-jähriger bis mindestens zum 7. Januar in Polizeigewahrsam bleibt. Nach Angaben der Kölner Polizei handelt es sich bei dem Verdächtigen um einen 30-jährigen Tadschiken, zu dem staatsschutzrelevante Informationen vorliegen.

  • Laut Informationen des WDR bleiben die Sicherheitsmaßnahmen am Kölner Dom bis Neujahr bestehen.
  • Die Polizei soll für die Silvesternacht den Einsatz von mindestens sechs Einsatzhundertschaften planen.

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