Die KölnArena bedroht ein möglicher fahrradfreundlicher Umbau der Gummersbacher Straße. Durch die Fahrradspur soll der „Arena-Infarkt“ nur eine Frage der Zeit sein. 

Im Überblick: 

  • Aus der vierspurigen Gummersbacher Straße soll eine zweispurige Straße mit großem Fahrradweg werden. 
  • Die angrenzende Lanxess-Arena sieht darin eine Gefahr. Man sieht darin eine ernsthafte Bedrohung des Betriebes.  
  • Die Stadt Köln sieht diese Gefahr nicht. Man möchte die Grünphasen der Ampeln regulieren, sodass die Anzahl der Spuren keine Rolle mehr spielen. 

Die Lanxess-Arena ist seit mehr als 20 Jahren Teil des Kölner Stadtbildes. Nun sieht die Arena-Geschäftsführung das Fortbestehen in Gefahr. Grund ist eine Verkehrsänderung.  

Details: 

  • Die Gummersbacher Straße führt direkt in Richtung Lanxess-Arena. Zwei der derzeit vier Spuren sollen zu einem Fahrradweg umgebaut werden. 
  • Geschäftsführer der Arena, Stefan Löcher, möchte den Umbau unbedingt verhindern. Er sieht darin eine Bedrohung der „wirtschaftlichen Existenz“. 
  • Die Straße sei zu wichtig für die Besucherströme und den Logistiktransfer, um sie zu verkleinern, so Löcher in einem Brief an die Stadt Köln. 
Gummersacherstraße Fahrradspur-Umbau
(Foto: OpenStreetMap)

So sieht es die Stadt: 

  • Die Stadt Köln sieht den Umbau als unproblematisch an. 
  • Eine Verkehrsbelastung der Gummersbacher Straße sei „mit der in der bereits fahrradfreundlich umgestalteten Magnusstraße vergleichbar“. Man beruft sich hier auf eine Zählung aus dem Jahr 2018, wo zur Spitzenzeit 1051 Autos pro Stunde die Straße nutzten. 
  • „Auch für Veranstaltungen sind keine maßgeblichen verkehrstechnischen Verschlechterungen zu erwarten“, so ein Sprecher der Stadt. 
  • Die Grünphasen der Ampeln würden über den Verkehrsfluss der Straße entscheiden, nicht die Anzahl der Spuren. 
  • Außerdem würden Rettungsdienste von den Radspuren profitieren, da man so deutlich einfacher eine Rettungsgasse bilden kann. 

So sieht es die Lanxess-Arena: 

  • Stefan Löcher kritisiert den geplanten Umbau scharf. „Eine Fahrbahnreduzierung wäre vergleichbar mit der Verstopfung der Arena-Hauptschlagader – der Infarkt nur noch eine Frage der Zeit“. 
  • Der Geschäftsführer verstehe und unterstütze den Ansatz der Klimaneutralität, aber die Einsparung von zwei Spuren würden vermutlich eher Staus verursachen, die einerseits noch mehr Emissionen produzieren und andererseits Flucht- und Rettungswege der Arena versperren. 
  • In dem Brief an die Stadt Köln geht Stefan Löcher so weit, dass das Image der „Sportstadt“ gar an Düsseldorf verloren werden und viele internationale Stars durch Komplikationen im Verkehr abschrecken könne. 

So geht es weiter: 

  • Am 24. Januar 2023 soll der Verkehrsausschuss der Stadt Köln eine Entscheidung treffen. 
  • Kommt es zum Umbau, sollen separate Abbiegespuren für den Autoverkehr eingerichtet werden und eine neue Ampelanlage soll das Verlassen des Arena-Parkhauses vereinfachen. 

 Über das Thema berichtete der „Kölner-Stadt-Anzeiger“. 

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