Sebastian Anderson mit Trainer Steffen Baumgart (Foto: Imago/Herbert Bucco)

Eine Knieverletzung warf den Schweden beim FC immer wieder zurück. Nach drei Jahren am Rhein sucht der 31-Jährige jetzt eine neue Herausforderung. 

Im Überblick:

  • Nach drei Spielzeiten mit nur 47 Einsätzen verlässt Sebastian Andersson Ende Juni den FC.  
  • Dem Schweden gelang es aufgrund einer schweren Knieverletzung nicht, die Klub-Verantwortlichen mit guten Leistungen zu überzeugen.  
  • Der 31-Jährige sieht sich in der Lage, noch mehrere Jahre auf "höchstem Niveau" zu spielen.  

Knie-OP entscheidend für seine Zukunft 

 Neun Monate nach seiner nicht ganz unumstrittenen Knieoperation in Dänemark ist Sebastian Andersson wieder schmerzfrei. Auch das Training bereite ihm erstmals seit etwa zwei Jahren keinerlei Probleme mehr, sagte der Schwede jüngst in einem Interview mit der Bild.   

  • "Ich genieße gerade jeden Moment nach einer harten Zeit, in der mich eine einzige Verletzung so lange beschäftigt hat."

Während die Ärzte des FC damals von einem chirurgischen Eingriff abrieten, hörte der Schwede auf seinen Körper und entschied sich für eine Operation. Den Ausschlag hätte eine Einschätzung von Medizinern in Kopenhagen gegeben, so Andersson. Im Anschluss habe er sich tagelang über eine endgültige Entscheidung den Kopf zerbrochen.  

 "Mit jedem Tag wurde mir klarer, dass ich das machen muss. Es war nie eine Entscheidung gegen den FC, sondern einzig und allein für mich und meine Zukunft."

Sebastian Anderson am Platz
Anderson beim Testspiel gegen Bayern München am 17. Juli 2021 (Foto: Imago/Herbert Bucco)

 Von Streit mit dem FC keine Spur 

Andersson und der FC trennten sich seinen Worten zufolge im Guten. Schließlich könne niemand für sein Verletzungspech verantwortlich gemacht werden. Sein Abschied aus der Domstadt fände trotzdem mit einem weindenden Auge statt.   

  • "Ich hätte Köln gern mehr gezeigt. Es ist einfach schade, dass ich mich nicht früher in meiner jetzigen Verfassung präsentieren konnte."

Als Fehler bezeichnete der 31-jährige Mittelstürmer seinen Wechsel von Union Berlin an den Rhein nicht. Niemand könne sagen, wie seine weitere Karriere verlaufen wäre, wäre er in Berlin geblieben oder zu einem anderen Verein gewechselt.  

Auf der Suche nach neuen Herausforderungen 

 Welchen Weg seine Karriere ab dem 1. Juli einschlagen werde, konnte oder wollte Andersson der Bild nicht sagen. Er wisse lediglich, dass er noch ein paar Jahre auf "höchstem Niveau" Fußball spielen und  "jeder Klub" viel von ihm erwarten könne. Nach sechs Jahren Bundesliga würde ihn ein Tapetenwechsel reizen.  

  • "Ich bin offen für neue Herausforderungen. Ich will so hoch wie möglich spielen. Ich bin noch nicht fertig."