Im Fühlinger See ist das Schwimmen bald wieder erlaubt (Foto: IMAGO / Panama Pictures)

Mit dem schönen Wetter nehmen leider auch tödliche Badeunfälle zu. Wie ihr in Notsituationen schnell und richtig eingreifen könnt, erfahrt ihr hier.

Im Überblick 

  • Notsituationen im Wasser sind auch für Helfende oftmals lebensgefährlich. 
  • Auf keinen Fall direkt ins Wasser springen, wenn man eine Notsituation erkennt. 
  • Nur wer die Situation richtig einschätzt, kann dem Opfer wirklich helfen. Unsere Checkliste zeigt euch, was ihr tun könnt.

Die Details:

Leider sind Badeunfälle in den Sommermonaten keine Seltenheit. Allein 2022 stieg die Zahl der tödlichen Badeunfälle im Vergleich zum Vorjahr um fast 20 Prozent an.

  • Schuld sind sowohl die vielen guten Sommertage, die zum Baden einladen, als auch die vielen Bäderschließungen in zahlreichen Kommunen, die zu weniger Schwimmausbildung bei Kindern und Jugendlichen führt.
  • In Köln ist das Schwimmen in allen Seen sowie am Rhein verboten - nur in den freigegebenen Beachbereichen der Seen ist es erlaubt.

Richtig handeln im Notfall 

Eine Notsituation im Wasser ist extrem schwer zu erkennen. Denn oft sind die Betroffenen schnell nicht mehr in der Lage, auf sich aufmerksam zu machen.  

  • Wer eine Notsituation erkennt, sollte nicht direkt eingreifen. Wichtig ist es, die Situation zu bewerten und Entscheidungen zu treffen.
  • Zuerst ist ein Notruf abzusetzen.
  • Dann muss man sich selber fragen, ob man dem Opfer überhaupt helfen kann.  Viele Helfer sterben beim Rettungsversuch, weil sie nicht ausreichend gut schwimmen können und/oder das Opfer in seiner Panik den/die Helfer*in umklammert oder mit unter Wasser zieht.
  • Am besten ist es, dem Opfer mit einem Rettungsring oder einem Stück Holz Auftrieb zu geben. So können Helfer*innen und Opfer die Situation am besten meistern. 

Checkliste zur Lebensrettung bei Badeunfällen 

  • Notruf absetzen (112) und die wichtigen Antworten parat haben – Wo, wer, wie viele, was? 
  • Gewässer einschätzen – ruhiges Gewässer, fließendes Gewässer, Strömungen? 
  • Zu rettende Person einschätzen – Gewicht und Zustand? 
  • Sich selbst einschätzen – bin ich in der Lage, die Person und mich selber sicher ans Ufer zu bringen? 
  • Nach der Rettung – Stabile Seitenlage und Betreuung, bis Rettungskräfte eintreffen. 

Mehr dazu 

Weil das ganze Thema nicht nur hochemotional, sondern auch äußerst umfangreich ist, könnt ihr auf den Seiten der DLRG nochmal alles Wichtige zur Lebensrettung im Wasser nachlesen. Dort sind auch Tipps für die jeweiligen Bedingungen und Gewässer hinterlegt.  

Unser Fazit:

Genießt den Sommer, genießt die Badezeit. Aber haltet euch an die Regeln in den Gewässern und reagiert schnell, aber bedacht, wenn ihr eine Notsituation erkennt oder selber in eine kommt. 

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