Ein Plakat zur Solidarität am Haus des linksalternativen Projekts LC36 (Foto: IMAGO / Future Image)

Das Hausprojekt "LC36" in Köln hat eine Zukunft. Der Verein und die Stadt Köln haben einen Vertrag unterzeichnet. Doch Spannungen bleiben weiterhin bestehen.

Im Überblick:

  • Hausprojekt "LC36" wird durch einen Erbbaurechtsvertrag bis 2100 gesichert.
  • Verein kritisiert Stadtverwaltung für Intransparenz und Verzögerung.
  • Sanierung des historischen Gebäudes steht bevor.

Hausprojekt "LC36" endlich gesichert – doch nicht alles im grünen Bereich

Nach jahrelangen Auseinandersetzungen zwischen dem Verein und der Stadt Köln ist nun das Hausprojekt "LC36" an der Ludolf-Camphausen-Straße nähe Hans-Böckler-Platz bis ins Jahr 2100 gesichert.

  • Trotz der kürzlichen Einigung besteht aber zwischen beiden Parteien weiterhin Unstimmigkeit.
  • Die Kritik des Vereins richtet sich vor allem gegen die Stadtverwaltung wegen ihrer angeblichen Nichterreichbarkeit und Intransparenz während der Vertragsverhandlungen, so berichtet der Kölner Stadt-Anzeiger.

Historischer Rückblick

Das Haus im Belgischen Viertel war 1984 von Aktivist*innen besetzt und wurde 1992 legalisiert, als Mietverträge mit den damaligen Besetzer*innen abgeschlossen wurden. 2020, Jahrzehnte später, entschied der Kölner Stadtrat, dem Verein einen Erbbaurechtsvertrag zu gewähren. Doch erst jetzt, drei Jahre später, konnte dieser Vertrag endgültig unterzeichnet werden.

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Das Gebäude befindet sich in einem Zustand, der erhebliche Sanierungsarbeiten erfordert. Dies ist mit Kosten von über 2.5 Millionen Euro verbunden. Der Fokus liegt mit geplanten 7,10 Euro pro Quadratmeter dennoch auf bezahlbarem Wohnraum. Die Tatsache, dass 2017 ein Abriss des Hauses verhindert werden konnte, zeigt sowohl die historische als auch kulturelle Bedeutung des Gebäudes.

Fazit:

Das Gebäude aus dem Jahr 1915 beherbergt 13 Wohnungen und ein soziokulturelles Zentrum. Die dringend benötigte Sanierung wird mit Mitteln des Landes NRW finanziert. Die langfristige Vision: Bezahlbarer Wohnraum in der Kölner Innenstadt für 40 Personen. Doch neben den Sanierungsplänen bleibt der Streit zwischen Verein und Stadt ein zentrales Thema in der Debatte um das "LC36" Projekt.

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