Torjubel zum 1:1 durch Jaka Cuber Potocnik. (imago-1024750161)

Nachdem bereits Köln und Ljubljana juristische Schritte gegen die FIFA-Entscheidungen einlegten, zieht jetzt auch das slowenische Nachwuchstalent vor den CAS.  

Im Überblick:

  • Auch das slowenische Nachwuchstalent Jaka Cuber Potocnik hat beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) Berufung eingelegt.  
  • Dieser hatte im Rahmen des Transferstreits mit dem 1. FC Köln eine Geldstrafe und Sperre gegen den 17-Jährigen verhängt.  
  • Damit liegen dem CAS in diesem Fall gleich drei Berufungen gegen das FIFA-Urteil vor – vom 1. FC Köln, Potocnik und dessen Ex-Verein Olimpija Ljubljana. 

 

Nachwuchstalent zieht vor den CAS 

Im März verhängte der Fußballweltverband FIFA nicht nur gegen den 1. FC Köln eine Strafe, eine Transfersperre wegen mutmaßlicher Anstiftung zum Vertragsbruch. Auch der Spieler, der im Zentrum der Auseinandersetzung zwischen dem Effzeh und Olimpija Ljubljana steht, der slowenische U19-Nationalspieler Jaka Cuber Potocnik, bekam sein Fett ab: eine Geldstrafe in Höhe von 51.750 Euro sowie ein viermonatiges Spielverbot beim Kölner Nachwuchs.  

  • Der 17-jährige Slowene geht nun gegen die FIFA-Entscheidung juristisch vor und hat beim Internationalen Sportgerichtshof Berufung eingelegt, schreibt das Onlineportal Geissblog.   

  FIFA: Potocnik kündigte ohne triftigen Grund 

 Die FIFA vertritt die Ansicht, der slowenische Jugendnationalspieler habe seinen bis 2024 laufenden Vertrag mit Ljubljana ohne triftigen Grund einseitig fristlos gekündigt. Was war geschehen?  

  • Am letzten Tag des Transferfensters, dem 31. Januar 2022, hatte Potocniks Mutter bei Ljubljana die fristlose Kündigung eingereicht. Dem Jungtalent zufolge hatte der Verein verschiedene mündliche Versprechen nicht eingehalten.  
  • Einen Tag später, so berichtete der Kölner Stadtanzeiger, entschied der 1. FC Köln, Potocnik unter Vertrag zu nehmen.  
  • Gemäß den FIFA-Regeln hätten die Kölner keinen Kontakt zu dem minderjährigen Slowenen herstellen dürfen, weil dieser noch bis 2024 bei Ljubljana unter Vertrag stand. Der 1. FC Köln gab an, “erst in dem Moment mit der Spielerseite in den Austausch getreten zu sein, als dessen Verhältnis zu Olimpija irreparabel zerstört” gewesen sei.  

  Ljubljana fordert vom Effzeh 2,5 Millionen Euro  

Auch Potocniks Ex-Verein, der slowenische Meister Olimija Ljubljana, hat beim CAS Berufung eingelegt. Sie fordern vom 1. FC Köln eine Entschädigung in Höhe von 2,5 Millionen Euro. Diese Summe, so das Argument der Slowenen, sei der kroatische Serienmeister Dinamo Zagreb bereit gewesen, für ihr Nachwuchstalent auf den Tisch zu legen.