Eine mittelalterliche Straße, Münzen, Scherben und Tierknochen: Beim Brunnenbau am Neumarkt hat die Bodendenkmalpflege Köln einen echten Schatz aus der Vergangenheit entdeckt. So geht es weiter.

Im Überblick:

  • Bei Brunnenbauarbeiten wurde eine mittelalterliche Straße freigelegt.
  • Es wurden Münzen, Scherben und Tierknochen entdeckt.
  • Jetzt steht fest: Die Bauarbeiten werden dadurch nicht verzögert.

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Der der Platz des Kölner Neumarkts bei Nacht. (Foto:imago)

Auf der Spur der Geschichte: Archäologische Entdeckungen in Köln

Vergangene Woche wurden bei den archäologischen Untersuchungen im Rahmen des Brunnenausbaus am Neumarkt Teile einer vermutlich mittelalterlichen Straße entdeckt.

Die freigelegte steingepflasterte Straße und die weiteren Fundstücke liefern ein lebendiges Bild vom mittelalterlichen Leben in Köln. "Wir sehen hier quasi die Marktfläche aus dieser Zeit", sagt Marcus Trier, Direktor des Römisch-Germanischen Museums bei Radio Köln. So weisen die Funde darauf hin, dass auf diesem Markt vor allem mit Tüchern gehandelt wurde.

Die Funde unter dem Neumarkt: Ein Blick in die Vergangenheit

Diese archäologischen Funde ermöglichen einen tieferen Einblick in die alltäglichen Aktivitäten der damaligen Bewohner*innen. Aus den Scherben, Münzen und Tierknochen lässt sich nicht nur ableiten, dass hier Handel betrieben wurde, sondern auch welche Produkte gefragt waren.

So geht es weiter

  • Der Fund wird nicht öffentlich zugänglich sein, um ihn vor Umwelteinflüssen zu schützen.
  • Die Ausgrabungsarbeiten sollen in etwa zehn Wochen abgeschlossen sein.
  • Der neue Brunnen wird direkt über den Ausgrabungen errichtet.
  • Die Bauarbeiten sollen durch den Fund nicht verzögert werden.

Diese Entdeckungen sind wichtige Puzzleteile, um die Vergangenheit Kölns zu verstehen und zugleich mit den geplanten Brunnenbauarbeiten einen Brückenschlag in die Zukunft zu schaffen.