Am Geißbockheim will man in Zukunft erfolgversprechenden Nachwuchsspielern aus der U19 und U21 mehr Spielpraxis in der Regionalliga geben.

Im Überblick  

  • Der FC will talentierten Spielern aus dem Jugendbereich in der Regionalliga mehr Spielpraxis bieten. 
  • Damit soll der Kölner Nachwuchs frühzeitig an den Erwachsenenfußball und dessen Anforderungen herangeführt werden.  
  • Viele Talente aus dem Jugendbereich scheitern an ihrer eigenen Erwartungshaltung.

Körperliche Defizite 

Der Sprung aus der U19 oder U21 in den Profibereich ist gewaltig. Nur den wenigsten Nachwuchsspielern ist es vergönnt, nach einer erfolgreichen Karriere in den Jugendmannschaften übergangslos bei den Profis durchzustarten.   

  • “Alle Jungs haben noch Entwicklungsfelder und sind, was die körperliche Durchsetzungsfähigkeit anbelangt, weit vom Herrenfußball entfernt", sagte FC-Geschäftsführer Christian Keller jüngst gegenüber dem Kölner Stadtanzeiger.  

 So wird auch in diesem Sommer wieder eine Handvoll auserlesener FC-Talente die Chance bekommen, im Trainingslager mit den Profis in Maria Alma ihr Potential unter Bewis zu stellen.  

Spielpraxis steht im Vordergrund 

Allerdings will man am Geißbockheim neue Wege in der Nachwuchsarbeit beschreiten und erfolgversprechende Talente früher an den Erwachsenenfußball heranführen. Auserwählte Spieler der U19 und U21 könnten daher bald verstärkt in den Reihen der B-Mannschaft zu finden sein, um sich in der Regionalliga ihre ersten Sporen bei den Männern zu verdienen.  

  • "Die Gegner sind dann vielleicht weniger talentiert, kochen unsere Spieler aber ab, weil sie körperlich weiter und erfahrener sind", glaubt Keller.  

 Einsätze in der Regionalliga seien keine Herabsetzung, so der Sportchef des FC. Vielmehr ermögliche die zweite Mannschaft dem Nachwuchs, Spielpraxis bei den Herren zu sammeln.   

  • "Da spiele ich lieber in der vierten Liga, als dass ich Poster-Spieler in der Bundesliga bin und eine schöne Autogrammkarte habe", bringt es Keller auf den Punkt.  

  Nachwuchs fehlt es an Geduld  

Der Übergang aus dem Nachwuchsbereich in den Kreis der Profis gestaltet sich auch deshalb zumeist mühsam, weil die Konkurrenz ungleich zahlreicher ist. Dann gilt es plötzlich, sich gegen eine international geprägte Branche zu behaupten. Bei Spielern, die gerade der U19 oder U21 entwachsen sind, ist dann vor allem Geduld gefragt.   

  • "Dass die Auslese immer mehr wird, begreifen viele Spieler nicht. Wir haben alle (...) Erfahrung, wie man Spieler entwickelt. Auf diesen Entwicklungsweg muss man sich einlassen, daran scheitern die meisten", sagt FC-Geschäftsführer Keller.  

Fazit

Auf der Auswechselbank ist noch kein Fußballer zu einem Star gereift. Ehe Lob und Lorbeeren geerntet werden, muss in der Regel viel Schweiß fließen.