Kirchenaustritte: Trend hält an (Foto: Imago/BildfunkMV)

Statistiken belegen einen alarmierenden Rückgang der Kirchenmitgliedschaften im Erzbistum Köln. Die Tendenz ist beunruhigend: Für jeden Ein- oder Wiedereintritt verzeichnet die Kirche 100 Austritte. Doch was bedeutet diese Entwicklung?

Im Überblick:

  • Die Kirche verliert zusehends Mitglieder: Auf einen Ein- oder Wiedereintritt folgen 100 Austritte.
  • Gesellschaftlicher Säkularisierungsschub trifft auf eklatante Missstände und unerledigte Reformaufgaben.
  • Katholische Reflexe klingen zunehmend hohl und Verantwortung wird vermieden.

Kirchenaustritte: Der Trend hält an

Die Zahlen sprechen für sich: Der Mitgliederschwund in der Kirche hat mit jährlich zwei bis drei Prozent eine alarmierende Geschwindigkeit erreicht. Zahlen, die sich Kardinal Rainer Woelki und seine Mitstreiter*innen nicht mehr schönreden können. Die Kölner*innen, wie auch der Rest der Welt, beobachten diese Entwicklung mit wachsender Sorge.

Gesellschaftlicher Wandel trifft auf Kirchenkrise

Die Gesellschaft befindet sich in einem rapiden Säkularisierungsschub. Viele Menschen, Gläubige und Nicht-Gläubige, empfinden den schleichenden Niedergang der Kirche jedoch als unwiederbringlichen Verlust. Die sich zuspitzende Kirchenkrise und die stetig wachsende Säkularisierung stellen eine herausfordernde Kombination dar, der sich die Kirche stellen muss, so Joachim Frank im Kölner Stadt-Anzeiger.

Kirchenaustritte
(Foto: Imago/Winfried Rothermel)

Schlussfolgerungen und Ausblick:

  • Die traditionelle Haltung der "Letztverantwortung" in der Kirche wirkt zunehmend hohl, während Missstände nicht angegangen werden.
  • Eine gleichgültige "Is' halt so"-Einstellung gegenüber massenhaften Austritten wirkt ignorant und wird der Situation nicht gerecht.
  • Die Botschaft ist klar: Die Gesellschaft fordert von der Kirche, Verantwortung zu übernehmen und Veränderungen anzustoßen.

Insgesamt steht die Kirche vor gewaltigen Herausforderungen. Sie muss sich dieser Situation stellen, um einen Dialog mit der Gesellschaft zu ermöglichen und möglicherweise einen Weg zu finden, das Licht in der Kirche am Leuchten zu halten, so Frank.