Eine Reihe von Razzien im Erzbistum Köln wirft Fragen auf. Kardinal Rainer Maria Woelki steht im Zentrum dieser Ermittlungen. Das sagt das Erzbistum.

Im Überblick:

  • Meineid-Ermittlungen gegen Kardinal Woelki sind der Auslöser der Razzien.
  • Sechs Standorte, einschließlich des EDV-Dienstleisters des Erzbistums, wurden durchsucht.
  • Das Erzbistum Köln bittet um Geduld und warnt vor voreiligen Schlüssen.

Ermittlungen im Herzen der Kirche

Die Razzien wurden durchgeführt aufgrund von Ermittlungen gegen Kardinal Woelki wegen mutmaßlichen Meineids. Es geht um zwei Dokumente, die einen von Woelki beförderten Priester belasten. Woelki stritt das Wissen um diese Dokumente ab, was zu den gegenwärtigen Untersuchungen führte.

Durchsuchungen im Detail

Die Ermittler*innen durchsuchten insgesamt sechs Standorte, darunter auch den EDV-Dienstleister, der für den E-Mail-Verkehr im Erzbistum Köln verantwortlich ist, wie die Staatsanwaltschaft bestätigte. Rund 30 Beamt*innen waren beteiligt und die Aktionen verliefen ohne Zwischenfälle.

Razzia Erzbistum
Zivilbeamte gehen in das Erzbischöfliche Generalvikariat in Köln (Foto: dpa)

Reaktionen auf die Razzia

  • Das Erzbistum Köln äußerte sich zu den Durchsuchungen und bat die Öffentlichkeit um Geduld.
  • Vorverurteilungen sollten vermieden werden, bis die Untersuchungsergebnisse vorliegen.
  • Es wurde hervorgehoben, dass eine ergebnisoffene Untersuchung nicht zum Anlass genommen werden sollte, um voreilige Urteile zu fällen. (KNA)