Die Baugenehmigungen für Wohnungen in der Domstadt sind 2022 deutlich gesunken. Großzügige Wohnungen bleiben auf der Strecke, während der Markt für 1-Zimmer-Wohnungen boomt.

Im Überblick:

  • Rekordtief: Noch nie wurden in den letzten acht Jahren so wenige Baugenehmigungen erteilt wie in 2022.
  • Spitzenwert: 1-Zimmer-Wohnungen verzeichnen eine enorme Steigerung der Baugenehmigungen.
  • Wohnungsbestand: Die Zahl der vorhandenen Wohnungen wächst langsamer als die der Neubauten.

Die Details:

Das Bild des Wohnmarkts wandelt sich: Große Wohnungen scheinen auf dem Rückzug, während die Zulassungen für Single-Apartments in die Höhe schießen. Die Zahl der Baugenehmigungen für 3- oder 4-Zimmer-Wohnungen fiel im Jahr 2022 um mehr als 40 Prozent.

Das Bau-Chaos:

Es wird viel geplant, doch die Fertigstellungen hinken hinterher. So liegt der Anteil der im gleichen Jahr nach Erteilung der Baugenehmigung fertiggestellten Wohnungen nur bei 19,5 Prozent.

  • Mit 99 Anträgen wurden in Chorweiler die wenigsten Baugenehmigungen beantragt.
  • Mit 527 Wohnungen führt Mülheim die Liste an.
  • 2.327 Wohnungen wurden im Jahr 2022 fertiggestellt. Dieser Wert liegt im Durchschnitt der letzten acht Jahre.
  • Mit 9.463 noch nicht fertiggestellten Wohnungen wird ein neuer Spitzenwert erreicht, wobei Ehrenfeld mit 1.125 Wohnungen im Bauüberhang vorne liegt.

Der Grund?

"Kooperatives Baulandmodell, Milieuschutzsatzungen, städtisches Vorkaufsrecht für Grundstücke, Konzeptvergaben, Erbbaurecht und so weiter heißen die hausgemachten Probleme. Sie sind Gift für den Bau neuer Wohnungen.", so Ralph Sterck, Vorsitzender der FDP-Ratsfraktion und Mitglied im Stadtentwicklungsausschuss.

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