Die Kölner Köche Maximilian Lorenz und Daniel Gottschlich (Foto: Imago/Future Image)

Die Tester des renommierten Restaurantführers ließen es sich in der Domstadt offenbar gut schmecken und verteilten anschließend zahlreiche schwarze und rote Hauben.

Im Überblick:

  • Vor wenigen Tagen veröffentlichte der renommierte Restaurantführer Gault & Millau seine neue bundesweite Bestenliste.
  • In Köln bewerteten die französischen Tester in diesem Jahr 41 Gastronomiebetriebe.
  • Ganz oben mit dabei das “Ox und Klee” und “La Societé” mit vier schwarzen beziehungsweise drei roten Hauben.

Höchste Auszeichnung geht an Köln vorbei

Zuerst Corona, dann hohe Inflation und damit zunehmend sparsame Kunden – die Gastronomie hat es seit ein paar Jahren nicht leicht. Umso mehr dürfen sich nun 41 Kölner Betriebe über eine Auszeichnung des renommierten französischen Restaurantführers Gault & Millau freuen. Was den Michelin-Testern ihre Sterne sind, ist für Gault & Millau die Haube. Und die gab es in diesem Jahr erstmals in zwei Farben mit jeweils maximal fünf Stufen:

  • Fünf rote Hauben: Die Höchstwertung, besser geht es nicht. In Köln wurde diese Note nicht vergeben.
  • Eine schwarze Haube: Immer noch eine Empfehlung wert. 15 Kölner Restaurants dürfen sich in diesem Jahr mit der niedrigsten aller Auszeichnungen schmücken.

Kölner Gastro-Himmel: Vier schwarze Hauben

In Köln schmeckte es den Test-Gourmets von Gault & Millau am besten im "Ox und Klee" im Rheinauhafen: Vier schwarze Hauben war danach das Urteil.

  • "In den oberen Rängen wird die Luft immer dünner, denn es wird immer schwieriger, die Kritiker zu überzeugen", sagte Küchenchef Daniel Gottschlich gegenüber dem Kölner Stadtanzeiger.

Auf Augenhöhe mit "Ox und Klee" kocht das Küchenteam des Restaurants "La Société" in der Kyffhäuserstraße. Für "höchste Kreativität und Qualität und bestmögliche Zubereitung" vergab Gault & Millau hier drei rote Hauben.

  • "Letztendlich ist es immer eine Leistung des gesamten Teams. Wir werden heute Abend sicherlich eine Flasche Champagner aufmachen", so Küchenchef Leon Hofmockel.

Wie schon im Vorjahr gab es für Küchenchef Eric Werners und sein Team im “Astrein” drei schwarze Hauben.

Haubenflut im unteren Bereich

Im Anschluss ging es mit zwei roten und zwei schwarzen Hauben weiter, die Gault & Millau in Köln sieben- beziehungsweise sechsmal verteilte. Der rote Kopfschmuck ging an die Restaurants "Maximilian Lorenz", "Pottkind", "Neobiota", "Maibeck", "Taku", "Zur Tant" und "Rays", die schwarze Variante dürfen sich "Alfredo", "Henne Weinbar", "Ito", "La Cuisine Rademacher", "Maitre" und "Sahila" aufs Haupt setzen.

  • Eine rote Haube gab es für zehn Kölner Esstempel;
  • eine schwarze Haube gar für 15 Restaurants.

Und: Wer in den Genuss eines Fünf-Rote-Hauben-Menüs kommen möchte, muss gar nicht weit fahren. Als einziger Gourmettempel in NRW darf sich das "Vendôme" in Bergisch Gladbach damit schmücken.