Auto in Bewegung auf der Zoobrücke mit dem Dom im Hintergrund (Foto: IMAGO/imagebroker)

Am vergangenen Sonntag hat das städtische Verkehrsdezernat das Tempolimit auf der Kölner Zoobrücke von 80 auf 50 km/h gesenkt. Die Begründung dahinter ist die Sicherheit, doch ein Problem zeigt sich: Die Kontrollen sind derzeit nicht möglich.

Im Überblick:

  • Die aktuelle Temporeduzierung auf der Zoobrücke sorgt für Diskussionen.
  • Nun wurde ein Problem bekannt: Die Blitzanlagen auf der Brücke sind defekt.
  • Die Stadt kann das aktuelle Tempolimit nicht überwachen.

Blitzanlagen auf der Zoobrücke außer Gefecht

Das Tempolimit zu reduzieren war eine Sache, es durchzusetzen eine andere.

  • Alle vier Blitzanlagen auf der Brücke sind defekt – und das in manchen Fällen schon seit fast einem Jahrzehnt, berichtet der Kölner Stadt-Anzeiger.
  • Trotzdem wurden sie, ohne funktionstüchtig zu sein, auf das neue Tempolimit umgestellt.
  • Einzig ein Blitzer, Höhe der Amsterdamer Straße in Fahrtrichtung Innenstadt, funktioniere noch und wurde erfolgreich angepasst.

So reagiert die Stadt auf die defekten Blitzer

Die Stadtsprecherin bestätigte die Probleme und erklärte, dass sie aktuell prüfen, ob eine Reparatur der alten Blitzanlagen sinnvoll ist oder ob es besser wäre, komplett neue Anlagen anzuschaffen. In jedem Fall ist geplant, mittelfristig auf moderne, laserbasierte Anlagen umzusteigen. An einigen Standorten sind diese Modernisierungen bereits abgeschlossen.

Kontrollen und Sicherheitsmaßnahmen

Ohne funktionierende Blitzanlagen kann die Stadt aktuell nicht überwachen, ob das neue Tempolimit eingehalten wird.

  • Eine Anfrage für verstärkte Kontrollen durch die Polizei wurde gestellt, da nur sie mobile Geschwindigkeitsmessungen auf der Zoobrücke durchführen dürfen.

Die Geschwindigkeitsreduzierung wurde in erster Linie wegen veralteter Schutzelemente für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen eingeführt.