Der seit Jahren verwaiste Kiosk im Ortszentrum ist so manchem Anwohner ein Dorn im Auge. Ein Abrissantrag für den einstigen Veedelstreff liegt bereits vor.

Im Überblick:

  • Die Tage des kultigen Büdchens in Köln-Riehl sind offenbar gezählt.   
  • Für den seit Jahren leerstehenden Kiosk lässt sich kein Nachmieter finden. 
  • Ein Abrissantrag soll der Stadt bereits vorliegen.

Vom einstigen Glanz nicht viel übrig 

Seine besten Jahre hat das Kult-Büdchen auf dem Riehler Plätzchen ganz offensichtlich hinter sich: Die Verkaufsläden sind geschlossen, die triste Fassade zieren lieblos hingesprühte Graffiti. Seit geraumer Zeit stehe der einstige Veedelstreff im Ortszentrum leer, ein Nachmieter beziehungsweise eine Nachmieter lasse sich nicht finden, schreibt der Express. Den Grund hierfür vermutet der Inhaber der benachbarten Lottoannahmestelle bei der gegenüberliegenden REWE-Filiale, die bis 24 Uhr geöffnet hat.  

  • “So kann das nicht bleiben, es wäre schon besser, wenn der weg kommt. Das sieht doch nicht mehr schön aus”, sagte deren Betreiber gegenüber der Zeitung.  

Mit coolem Konzept zu neuem Erfolg  

Hingegen nur ungern würde ein anderer Anwohner, der Schumacher Fenske, das Büdchen abschreiben. Statt Abriss fände er “es toll, wenn der Kiosk bleiben würde”. Eine Idee lieferte er für einen etwaigen Nachmieter oder eine mögliche Nachmieterin gleich mit: “So ein cooles Gastro-Konzept würde das Veedel sicher beleben.” Fenske denkt dabei beispielsweise an den Kiosk am Eigelstein oder das Pico an der Agneskirche.   

  • “Dort ist immer viel los, das sind Treffpunkte für alte und junge Menschen.” 

Die Tage des Büdchens sind gezählt 

Informationen des Express zufolge plant die Stadt, “die Sondernutzungserlaubnis zur Nutzung der städtischen Fläche offiziell zu widerrufen”. Der bisherige Eigentümer des Büdchen soll sich bereits zu einem Rückbau bereiterklärt haben, allerdings nicht über die dafür notwendigen finanziellen Mittel verfügen. Ein entsprechender Abrissantrag soll bei der Stadt bereits vorliegen.