Das Kölner Großbordell und Laufhaus Pascha auf der Hornstrasse in Köln. (Foto: IMAGO / Udo Gottschalk)

Die Frage, wem das Pascha in der Hornstraße gehört, hat zuletzt für Aufregung gesorgt. Denn: Ein neu aufgetauchter Name könnte in Verbindung zu einer Schleuserbande stehen. Jetzt reagiert der Betreiber des Bordells amüsiert – und mit einem kuriosen Angebot.

Im Überblick:

  • Kürzlich hat der Name einer chinesischen Geschäftsfrau und der potentiellen Besitzerin des Paschas für Aufsehen gesorgt – es laufen Ermittlungen, um mögliche Verbindungen zwischen ihr und einer internationalen Schleuser- und Spionagebande zu prüfen.
  • Untersucht wird auch, ob im Bordell-Hotel chinesische Agent*innen untergebracht wurden.
  • Auf der Website des Bordells wurde jetzt mit einem Video auf die Vorwürfe reagiert – mit einem belustigten Angebot für Spion*innen und "normale" Menschen.

Kölner Pascha reagiert auf Vorwürfe

Es schien wie die Handlung eines Blockbusters zu sein: Die mutmaßliche Besitzerin des Kölner Paschas, eine chinesische Geschäftsfrau namens Jing Hu, soll laut "Bild" angeblich in eine Schleuser- und Spionage-Affäre verwickelt sein.

  • Jetzt hat das Bordell, das offiziell von André Wienstroth betrieben wird, mit einem Video auf der Website reagiert – und macht dabei ein belustigtes "Top-Secret-Angebot" für das Hotel, das sich ebenfalls in dem elfstöckigen, pinken Gebäude befindet.
  • Nicht nur für Spion*innen, sondern auch für alle "normalen" Bürger*innen, soll es einen Übernachtungs-Rabatt geben – inklusive "Agentenfrühstück" und einer Ausgabe der "Bild"-Zeitung.
  • Spion*innen sollen ihren "Spionageausweis" vorlegen, andere Bürger*innen würden den Rabatt auch ohne erhalten.

Kuriose Machenschaften – die Hintergründe:

Alles fing mit folgender Frage an: Wem gehört eigentlich das Pascha in der Hornstraße in Köln-Ehrenfeld? Dabei rückte der Name von Jing Hu ins Licht – genauso wie die Vorwürfe gegen die Geschäftsfrau. Die deutsche Firma der Chinesin soll das Pascha laut "Bild" bereits 2021 für elf Millionen Euro gekauft haben – und angeblich Verbindungen zu einer Schleuserbande und Spion*innen haben. Im Zuge einer bundesweiten Ermittlung habe es in Köln bereits im April eine Razzia der Polizei gegen die Schleuserbande gegeben.

  • Ein Verdächtiger in diesem Fall, der zurzeit in Untersuchungshaft sitzte, soll eine zentrale Rolle beim Kauf des Paschas gespielt haben – die Geschäftsfrau Jing Hu habe ihm eine umfangreiche Generalvollmacht erteilt.
  • Außerdem gebe es Vermutungen, dass im Bordell-Hotel chinesische Agenten und Agentinnen untergebracht seien, berichtet der "Express".
  • Zum aktuellen Zeitpunkt werde laut der Düsseldorfer Staatanwaltschaft in alle Richtungen ermittelt.

Fazit:

Spionage, ausländische Agent*innen und ein Bordell. Die mögliche Verbindung zwischen dem Pascha und einer Schleuserbande erinnert an die Handlung eines Films. Realität oder Fiktion? Die amüsierte Reaktion des Bordells, die vor Ironie strotzt, zeigt, dass die Vorwürfe nicht allzu ernst genommen werden. Bleibt also abzuwarten, was die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ergeben – ohne Grund werden sie diese jedenfalls nicht aufgenommen haben.

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