Ganz schön frech: In Frechen bei Köln haben sich hunderte Möwen versammelt (Foto: IMAGO / Andreas Haas)

Mehr als 100 Möwen haben in Frechen den Neubau eines Gewerbeareals gestoppt, indem sie sich auf dem Abrissgelände niederließen. Wie geh es nun weiter mit dem Bauprojekt?

Im Überblick:

  • Möwen besetzen Abrissgelände in Frechen und stoppen Bauarbeiten.
  • Möwen haben sich an veränderte Bedingungen angepasst.
  • Bauarbeiten bleiben voraussichtlich während der gesamten Brutzeit ausgesetzt.

Die Details:

Die Möwen sind keine Unbekannten in Frechen – in den vergangenen Jahren haben sie ihren Nachwuchs auf den Flachdächern des ehemaligen Kaufhof-Lagers groß gezogen, auf dem jetzt ein Gewerbeareal entstehen soll.

  • Nach dessen Abriss gingen Expert*innen davon aus, dass die Vögel neue Nistplätze suchen würden.
  • Doch sie unterschätzten die Anpassungsfähigkeit und Hartnäckigkeit dieser Tiere, denn die Möwen haben sich lägst eingenistet und angepasst, so die NABU Rhein-Erft zum WDR.

So geht es weiter:

Die zuständige Naturschutzbehörde wurde von der Baufirma über die Anwesenheit der Vögel informiert. Da die Brutzeit von der Eiablage bis zum Flügge-Werden der Jungvögel etwa neun Wochen dauert, werden die Bauarbeiten voraussichtlich während dieser Zeit ausgesetzt. Artenschutzgutachter*innen müssen erst grünes Licht für Fortsetzung der Bauarbeiten geben.