Zu Zeiten der hohen Energiepreisen blieb der Dom unbeleuchtet. (Foto:imago)

Der Kölner Dom ist nicht nur Touristenmagnet und Heimatsymbol. Er ist auch ein ziemlich großer Friedhof. Wir haben mal nachgeschaut, wer dort begraben liegt.

Im Überblick:

  • Die Grablege der Erzbischöfe ist ewige Ruhestätte der Erzbischöfe und wurde in den 1960er-Jahren errichtet. 
  • Der Legende nach, sind auch die sterblichen Überreste der Heiligen Drei Könige im Dom zu finden. 
  • Und ein Graf aus Arnsberg hat es geschafft, auf Ewigkeit die Aufmerksamkeit im Dom auf sich zu ziehen. 

Die Grabstätten im Kölner Dom 

Für uns Kölner ist der Dom ein Wahrzeichen der Stadt, ein Aushängeschild und Erkennungsmerkmal der Heimat. Für die Gläubigen unter uns ist er ein religiöses Heiligtum und ein ehrwürdiges Gotteshaus. Die wenigsten werden den Kölner Dom jedoch als Friedhof sehen, dabei ist er unter anderem genau das. 

  • Neben dem Domherrenfriedhof im Freien gibt es auch im Dom zahlreiche Grabstätten.
  • Alleine unter dem Dom befinden sich drei Massengräber mit den Gebeinen von Menschen, die bei Ausgrabungen unter dem Dom gefunden und keiner Identität zugeordnet werden konnten. 
  • Im Inneren gab es bereits vor über 800 Jahren Bestattungen. Meist in Hochgräbern und heute ausschließlich in eingemauerten Grabstätten. 

Doch wessen Gebeine befinden sich in den Gräbern des Kölner Doms? 

Grablege der Erzbischöfe 

  • Der Klassiker und wahrlich keine Überraschung, ist die Tradition die Erzbischöfe Kölns im Dom zu bestatten. 
  • So entstand in den 1960er-Jahren die neue Krypta unter dem Domchor, an die die Grablege der Erzbischöfe angeschlossen ist. 
  • Die Gräber sind nicht öffentlich zugänglich. 
  • Zuletzt wurde hier Kardinal Meisner im Jahr 2017 beigesetzt. 

Heilige Drei Könige -Dreikönigenschrein 

  • Nicht weniger prominent ist der Dreikönigenschrein. 
  • Der Legende nach, brachte Erzbischof Rainald von Dassel im Jahr 1164 die Gebeine der Heiligen Drei Könige aus Italien mit nach Köln. 
  • Der Gute ließ sich dafür ganz schön feiern. Ob es wirklich die Gebeine der Heiligen Drei Könige sind, ist eher zweifelhaft, wie ihr hier lesen könnt. 

Gottfried von Arnsberg 

  • Eher weniger prominent ist der gute Gottfried von Arnsberg. 
  • Dennoch kriegt der feine Herr heute noch so viel Beachtung, wie kaum ein anderer. 
  • Denn Gottfried von Arnsberg hat sich als Graf dazu entschieden, sämtliche Güter dem Domstift zu vermachen.  
  • Im Gegenzug sollte das Erzbistum ihm jedes Jahr mit einem Kranz gedenken – auf EWIGKEIT. 
  • Seit nun 600 Jahren kriegt der Graf, immer im September, einen Kranz auf sein Grab gelegt. 

Fazit 

Der Kölner Dom ist ein größerer Friedhof als man sich hätte vorstellen können. Während in der Vergangenheit einige Leute im Dom bestattet wurden, die vielleicht weniger aufgrund ihres Glaubens und ihrer Leistungen für Kirche und Religion dort gelandet sind, werden heute nur noch Erzbischöfe im Dom beerdigt. Auch wenn diese vielleicht ebenfalls nicht alle mit ihren vorbildlichen christlichen Leistungen für die katholische Kirche in Erinnerung bleiben. 

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