Einsatzkraft der Berufsfeuerwehr Köln (Foto: IMAGO / Panama Pictures)

Nach gestrichenen Zuschlägen der Stadt Köln kommt nun Unterstützung von der Deutschen Feuerwehrgewerkschaft und Verdi, die sich für die Rechte der jungen Feuerwehr-Auszubildenden einsetzen wollen.

Im Überblick:

  • Nach voreiligem Versprechen der Stadt Köln wurde der Zuschlag von 1.170 Euro für Kölner Feuerwehr-Azubis wieder gestrichen.
  • Sechs Auszubildende hatten diesen Zuschlag bereits erhalten und müssen ihn nicht zurückzahlen. Die Stadt hält jedoch an der Kürzung für die Übrigen fest.
  • Die Deutsche Feuerwehrgewerkschaft sagt den Kölner Azubis jetzt Unterstützung zu.

Feuerwehrgewerkschaft steht Azubis bei

Nach verpatztem Zuschlag-Versprechen der Stadt Köln sichert die Deutsche Feuerwehrgewerkschaft den Auszubildenden der Kölner Feuerwehr jetzt Hilfe zu.

  • Den Azubis soll rechtliche Beratung angeboten werden: "Es ist wichtig, dass die Stadt ihre Versprechen einhält", so Gewerkschaftssprecher Andreas Jedamzik gegenüber dem WDR.
  • Auch die Gewerkschaft Verdi vertritt einige der Auszubildenden, die von der Gehaltskürzung betroffen sind. Denn eigentlich sollten diejenigen, die den Zuschlag bereits erhalten hatten, diesen wieder an die Stadt zurückzahlen.
  • Nach Kritik seitens Verdi ruderte die Stadt zurück und entschied, die überzahlten Beträge von den sechs Azubis nicht zurückzufordern. Der versprochene Sonderzuschlag wird allerdings nicht an die restlichen Auszubildenden ausgezahlt.

Das war passiert:

Die Stadt Köln wollte neue Azubis für die Feuerwehr anwerben und versprach ihnen dafür einen extra Geldzuschlag. Dieser sollte ab dem 20. Ausbildungsmonat fast 1.200 Euro pro Monat betragen.

  • Das Problem: Die Stadt bot mehr Geld an als vonseiten des Landes NRW erlaubt war. Nach dem Eingreifen des NRW-Innenministeriums musste die Stadt den Zuschlag von fast 1.200 Euro auf nur 430 Euro reduzieren. soköln. hat bereits über den Fall berichtet.

Fazit:

Trotz des Eingreifens von Verdi und der öffentlichen Kritik, kann die Stadt Köln den Azubis der Kölner Feuerwehr nur teilweise entgegenkommen: Sie verzichtet zwar auf die Rückforderung der Überzahlungen bei sechs Einzelfällen, bleibt aber bei der Kürzung des Zuschlags für die restlichen Azubis. Letztendlich stehen 37 Auszubildenden vor ungeplanten, finanziellen Herausforderungen.