Mattel entfernt sich weiter vom jahrzehntelang erbauten Schönheitsideal (Foto: IMAGO / Cover-Image)

Mattel bringt erstmals eine Barbie mit Down-Syndrom auf den Markt. Eine Kölner Aktivistin ist die deutsche Botschafterin. Und das aus gutem Grund!

Im Überblick:

  • Mattel hat die erste Barbie-Puppe mit Down-Syndrom auf den Markt gebracht.
  • Die Kölnerin Natalie Dedreux ist deutsche Botschafterin für die neue Barbie.
  • Die 24-Jährige ist selbst mit Down-Syndrom geboren und kämpft für Menschen mit Trisomie.

Details

Eine junge Frau posiert mit einer neuen Barbie für ein Werbe-Shooting. Was so normal klingt, ist bei genauerem Hinsehen etwas ganz Besonderes. Denn die junge Frau ist Natalie Dedreux, Kölnerin, 24 Jahre und mit Down-Syndrom geboren. Die Barbie in ihren Händen ist die erste Barbie mit Down-Syndrom. Zwar sieht man ihr das nicht überdeutlich an, dennoch erkennt man ein rundes Gesicht mit ausgeprägten Augen und eine insgesamt kleinere Variante der üblichen Barbie-Puppe.

Gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger hat Dedreux ein Detail der neuen Barbie besonders hervorgehoben. Denn die Kette, die den Hals der neuen Barbie ziert, zeigt drei Pfeile nach oben, die für drei Kopien des 21. Chormosoms stehen, dem Kennzeichen der Trisomie.

Wer ist Natalie Dedreux?

  • Dass ausgerechnet Natalie Dedreux mit der Barbie in die Kamera lächelt, ist kein Zufall:
  • Sie ist geborene Kölnerin
  • Beschreibt sich selbst als Aktivistin im Kampf für Menschen mit Down-Syndrom

Berühmt wurde sie 2017 als sie Angela Merkel fragte: „Neun von zehn Babys mit Down-Syndrom werden in Deutschland nicht geboren, sie werden abgetrieben. Wie stehen Sie zum Thema Spätabbruch?“

  • Sie ist Journalistin für das Magazin “Ohrenkuss“ aus Bonn
  • Im Jahr 2022 hat sie ihr erstes Buch mit dem Titel “Mein Leben ist doch cool!“ herausgebracht.
  • Und nun ist sie offizielle deutsche Botschafterin der neuen Barbie mit Down-Syndrom.

Fazit

Mit der neuen Barbie entfernt sich Mattel weiter vom jahrzehntelang erbauten Schönheitsideal. Denn wie Dedreux es selbst sagt: “Diversität ist schön“. Für sie ist die neue Barbie ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Doch auch wenn sie sich in Köln sehr wohl fühlt, gibt es doch einige Baustellen, die von der Stadt zur besseren Inklusion angegangen werden müssten. Ein einfaches Beispiel nennt sie auch direkt: Zugängliche Informationen in einfacher Sprache und darauf beziehend die Barrierefreiheit beim Wählen. Denn Wahlzettel und Parteiprogramme sind nicht für jeden ohne Probleme verständlich.

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