Das neugeborene Jungtier neben einer ausgewachsenen Antilope (Foto: Werner Scheurer)

Die Freude im Kölner Zoo ist groß! Anfang Oktober begrüßte man hier ein neugeborenes, weibliches Jungtier bei den seltenen und bedrohten Weißnacken-Moorantilopen. Hier bekommt ihr die Einblicke.

Im Überblick:

  • Im Kölner Zoo wurde ein Weibchen bei den bedrohten Weißnacken-Moorantilopen geboren.
  • Vater der Kleinen, einstiger Zucht-Bock aus Köln, wechselt den Zoo für weiteren Nachwuchs.
  • Die Art ist in freier Wildbahn hoch bedroht – Nachzucht im Zoo hat daher großen Stellenwert.

Ein besonderer Neuzugang

Die Weißnacken-Moorantilope ist durch ihr auffälliges Fell und ihre imposante Größe beeindruckend. Ursprünglich stammen diese Tiere aus dem Südsudan und Äthiopien, wo sie in den Deltas des Weißen Nils leben. Dabei folgen sie den Rändern von Schwemmgebieten und ernähren sich hauptsächlich von Sumpfgräsern.

  • In Deutschland halten neben dem Kölner Zoo nur noch zwei weitere Zoos diese besondere Antilopenart.
  • Um zur Fortpflanzung dieser gefährdeten Spezies beizutragen, ist der Vater des Jungtiers jetzt in einen Zoo in Tschechien gewechselt. Ein neues Zuchtmännchen hat bereits seinen Platz im Kölner Zoo gefunden.
Antilope Kölner Zoo
Das neugeborene Jungtier im Kölner Zoo (Foto: Werner Scheurer)

Darum ist die Nachzucht so wichtig

Laut der Weltnaturschutzunion (IUCN) sind Weißnacken-Moorantilopen in der freien Wildbahn als bedroht eingestuft. Grund hierfür sind hauptsächlich die Zerstörung ihres Lebensraums und die Bejagung.

  • Die letzte Bestandserfassung liegt bereits zehn Jahre zurück und zeigt einen Bestand von nur noch etwas über 4.000 Tieren.
  • Umso bedeutsamer ist daher die erfolgreiche Zucht und der damit verbundene Artenschutz in Zoos.

Fazit:

Der jüngste Neuzugang im Kölner Zoo ist eine große Freude für kleine und große Besucher*innen. Die geringe Anzahl der Weißnacken-Moorantilopen in freier Wildbahn ist alarmierend - doch der Kölner Zoo zeigt erneut sein großes Engagement in Sachen Artenschutz und Nachzucht.