Zugangsbeschränkungen auf der Zülpicher Straße an Weiberfastnacht im letzten Jahr (Foto: Imago / Panama Pictures).

Um den Straßenkarneval sicherer zu gestalten, hat die Stadt Köln verschiedene Maßnahmen eingeleitet. Das betrifft vor allem die Feierlichkeiten auf der Zülpicher Straße. Welche Schritte genau ergriffen werden und was das für die anstehende Sessionseröffnung am 11.11. bedeutet, verraten wir euch hier!

Im Überblick:

  • Prüfbericht zeigt erhebliche Sicherheitslücken auf
  • Die Lösung: Limitierung von intransparenten Vertragsebenen und verbesserte Qualitätskontrolle
  • Neuerungen: Ausschreibungen sollen mehr als nur den Preis berücksichtigen

Sicherheitsreform auf Kölschen Straßen

Nachdem ein Prüfbericht ernste Sicherheitsbedenken, insbesondere in Bezug auf die Zusammenarbeit mit privaten Sicherheitsdiensten, aufgezeigt hat, plant die Stadt umfangreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheitsstandards.

Hauptkritikpunkte des Berichts:

  • fehlende polizeiliche Überprüfungen einiger Sicherheitskräfte
  • mangelnde Kenntnisse über alle beteiligten Unternehmen

Stadtdirektorin Andrea Blome betonte im Kölner Stadtanzeiger, dass es notwendig sei, das bestehende Konzept qualitativ zu verbessern. Dafür kündigte sie an, dass künftig nur zwei weitere Vertragsebenen neben dem Hauptvertragspartner erlaubt seien. Das soll für mehr Transparenz sorgen. Denn bislang konnte der beauftrage Dienstleister unbegrenzt Nachunternehmer (z. B. für zusätzliches Sicherheitspersonal) dazu holen – ohne dass die Stadt die Unternehmen überprüfte.

Neues Ausschreibungsverfahren in der Mache

Bisher bestimmte ein einziges Kriterium die Ausschreibung von Sicherheitsdiensten für den Karneval: Der Preis. Das soll sich in zukünftigen Ausschreibungen nun ändern. Außerdem erklärte die Stadtdirektorin, dass jegliche finanzielle Unklarheiten – die im Prüfbericht aufgezeigt wurden – inzwischen bereinigt wurden.

Interne Überprüfung und Beteiligung mehrerer Ämter

Eine interne Taskforce, bestehend aus verschiedenen Ämtern der Stadt Köln, ist mit der Aufarbeitung des Prüfberichts und den daraus resultierenden Konsequenzen beauftragt worden. Besonders im Fokus steht die Abteilung des Ordnungsamtes, die für die Organisation des Straßenkarnevals verantwortlich ist.

Fazit: Es ist zu hoffen, dass die neuen Maßnahmen zu mehr Transparenz beitragen. Damit auch jede*r die Karnevalstage genießen und sorgenfrei feiern kann!