Am Wiener Platz in Köln-Mülheim sollen bald Waffen verboten werden (Foto: IMAGO / Chai von der Laage)

Der Wiener Platz in Köln-Mülheim ist seit Jahren von Kriminalität und sozialen Konflikten geprägt. Nun soll endgültig durchgegriffen werden – diese Maßnahmen plant die Polizei, um dem entgegenzuwirken.

Im Überblick:

  • Der Wiener Platz in Köln-Mülheim ist seit Jahren für Kriminalität, Drogenhandel und soziale Konflikte bekannt.
  • Um die Sicherheit zu verbessern, plant die Kölner Polizei die Einrichtung einer Waffenverbotszone am Wiener Platz.
  • NRW-Innenminister Herbert Reul unterstützt den Antrag der Polizei und betont die Notwendigkeit ganzheitlicher Lösungen.

Einführung von Waffenverbot am Wiener Platz

Schon seit einigen Jahren hat der Wiener Platz in Köln-Mülheim mit Kriminalität, Drogenhandel und sozialen Konflikten zu kämpfen. Die Polizei zeigt verstärkt Präsenz und führt regelmäßige Streifen durch, aber die Probleme seien noch nicht vollständig gelöst. Anwohner*innen fühlen sich durch die steigende Kriminalität zunehmend unsicher – so berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger".

  • Um die Sicherheit zu erhöhen, will die Kölner Polizei nun eine Waffenverbotszone am Wiener Platz einrichten.
  • Das bedeutet: Schusswaffen, Reizstoffsprühgeräte und Messer mit Klingen ab vier Zentimeter Länge sollen grundsätzlich verboten werden.
  • Für Verstöße sollen hohe Geldbußen von bis zu 10.000 Euro fällig werden.

Politik unterstützt Antrag der Polizei Köln

In einer kritischen Lage wie am Wiener Platz sei politische Unterstützung unerlässlich. Die Sicherheit der Bürger*innen habe oberste Priorität. Das "ständige Unsicherheitsgefühl" für die Anwohner*innen sei nicht akzeptabel, sagt NRW-Innenminister Herbert Reul gegenüber dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Reul setzt sich mit der Kölner Polizei für eine Waffenverbotszone ein.

  • Im Gegensatz zu den bestehenden Verbotszonen auf der Zülpicher Straße und den Ringen, soll die neue Regelung am Wiener Platz zeitlich unbeschränkt gelten. Das liegt an der beobachteten Zunahme von Gewaltdelikten – auch tagsüber unter der Woche.
  • Dazu soll nach ganzheitlichen Lösungen gesucht werden, die auch soziale und städtebauliche Aspekte berücksichtigen – für langfristige Verbesserungen.

Fazit:

Die Einrichtung einer Waffenverbotszone ist ein Schritt in die richtige Richtung, um die Zustände am Wiener Platz zu verbessern. Allerdings müsste in Zukunft noch mehr passieren, um die tieferliegenden strukturellen Probleme vor Ort lösen zu können. Ob die Drohung mit hohen Geldbußen für Verstöße gegen das Waffenverbot ausreichend ist, sei dahingestellt. Nur wenn die Ursachen der Kriminalität konkret angegangen werden, können langfristige positive Veränderungen erzielt werden.

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