Während die neue Leverkusener Brücke kürzlich erst für den Verkehr freigegeben wurde, steht jetzt die Sanierung der nächsten Rheinbrücke an: Seit Anfang Februar ist die Mülheimer Brücke in Köln teilweise gesperrt und nur noch in eine Fahrtrichtung befahrbar. So laufen die Bauphasen ab.

Im Überblick:

  • Seit Montag, 5. Februar, ist die Mülheimer Brücke teilweise gesperrt.
  • Betroffen sind vor allem Autofahrer*innen – später auch die KVB-Linien 13 und 18.
  • soköln. fasst die wichtigsten Informationen zu den Bauarbeiten und Verkehrsänderungen zusammen.

Einblick in die Bauarbeiten der Mülheimer Brücke

Vor fast 75 Jahren wurde die Mülheimer Brücke eröffnet und wird täglich von bis zu 50.000 Fahrzeugen passiert. Doch die Zeit hat bei der ein Kilometer langen Brücke ihre Spuren hinterlassen – eine aufwendige Sanierung ist unumgänglich. Darüber informiert die Stadt Köln.

  • Einige Teile der Brücke sind so stark beschädigt, dass sie abgerissen und vollständig neu aufgebaut werden müssen.
  • Die Gesamtinstandsetzung wird in zwei Bauphasen vollzogen. Die erste Phase ist bereits abgeschlossen, die zweite startete letzten Montag, 5. Februar.

Zweite Bauphase gestartet: Teilweise Sperrung der Mülheimer Brücke

Die Sperrung der Mülheimer Brücke ist Teil der zweiten Phase des Sanierungsprojekts. Besonders betroffen sind Autofahrer*innen, die von der linken auf die rechte Rheinseite fahren wollen.

  • Die Sanierung soll insgesamt neun Monate dauern und am 14. November abgeschlossen sein. Währenddessen wird der gesamte Stadtbahnbereich der Brücke erneuert.
  • Eine Fahrspur in Richtung Innenstadt soll offen bleiben.
  • Fußgänger*innen und Radfahrende können weiterhin den Fuß- und Radweg auf der Nordseite der Brücke nutzen.
 Hilfskonstruktion für die Arbeiten an der Mülheimer Brücke
Eine Hilfskonstruktion, die für die Arbeiten an der Mülheimer Brücke benötigt wird (Foto: © Stadt Köln).

Umleitung und mögliche Verzögerungen

Autofahrer*innen, die in Richtung Mülheim fahren wollen, werden über die benachbarte Zoobrücke umgeleitet. Diese ist allerdings bereits gut ausgelastet ist. Pendler*innen sollten daher in den kommenden Monaten etwas mehr Zeit für ihre Fahrten einplanen – vor allem zu den zu Stoßzeiten.

Ab April: Kein Bahnverkehr mehr über Mülheimer Brücke

Ab dem 2. April bis zum 7. November wird die Mülheimer Brücke auch für den öffentlichen Nahverkehr gesperrt. Die KVB-Stadtbahnlinien 13 und 18 werden dann für sieben Monate nicht über die Brücke fahren können.

  • Die Linie 13 verkehrt linksrheinisch dann nur noch bis zur Haltestelle "Slabystraße".
  • Die Linie 18 fährt rechtsrheinisch nur noch zwischen den Haltestellen "Thielenbruch" und "Wiener Platz".
  • Alternative für Bahnfahrende: Die Strecke der Linie 3 soll ganztägig bis zur Haltestelle "Thielenbruch" erweitert werden.
  • Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) planen, Ersatzbusse und zusätzliche Stadtbahnlinien einzusetzen, um die Auswirkungen der Sperrung zu mildern: Die Zusatzlinie 14 soll von der Haltestelle "Keupstraße" über Deutz und Neumarkt bis zur Haltestelle "Ebertplatz" fahren. Außerdem sei ein Ersatzbusverkehr der Linie 118 vorgesehen.

Fazit:

Die Gesamtinstandsetzung der Mülheimer Brücke soll neun Monate dauern und den Autoverkehr stark einschränken – das wird viele Menschen nerven. Doch für eine sichere Nutzung der Brücke ist es leider unumgänglich. Hoffen wir, dass es bei dem geplanten Fertigstellungstermin bleibt. Weitere Informationen bekommt ihr auf der Website der Stadt Köln. Außerdem gibt es einen Info-Container in Mülheim.

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