Der 1.FC Köln ist neuer Pokalsieger im DFB Pokal der U19 Junioren nach dem Spiel am 30.04.2023 gegen den FC Schalke 04 (Foto: IMAGO / Nico Herbertz)

Es war ein packendes Spiel mit einem Herzschlag-Finale: Die U19 des 1. FC Köln triumphierte im Endspiel um den DFB-Pokal gegen Schalke 04 mit 4:3 und ließ die Fans jubeln. Doch wie geht es mit den Talenten weiter?

Im Überblick:

  • Trainer Stefan Ruthenbeck holt mit seiner Mannschaft den Titel nach knappem Halbfinal-Aus in der Meisterschaft.
  • FC-Bosse gratulieren dem Team zum Titel.
  • Talente des 1. FC Köln werden umworben, ihre Zukunft ist ungewiss.

Die Details:

Während für die Profis des 1. FC Köln die Saison eher zu Ende plätschert, hatte auf die Jungböcke von Trainer Stefan Ruthenbeck zum Abschluss nochmal ein Highlight gewartet: Im Halbfinale traf die U19 auf den FC Schalke 04 und siegte am Ende mit 4:3 nach Verlängerung, Matchwinner war Stürmer Damion Downs.

Die Freude bei den Bossen war entsprechend groß. „Glückwunsch aus dem Lizenzfußball rein ins NLZ. Da wurde hervorragende Arbeit geleistet, vor allem in der U19, unter sicher nicht immer einfachen Bedingungen“, sagte Thomas Kessler, Leiter der Lizenzabteilung des 1. FC Köln, im Kölner Stadt-Anzeiger. „Nicht viele Jungs können in diesem Alter von sich behaupten, dass sie schon so einen tollen Titel geholt haben. Das müssen sie aufsaugen.“

1. FC Köln scheiterte in der Meisterschaft an Mainz

Lukas Berg, Leiter des Kölner Nachwuchsleistungszentrums, sagte: „Ich bin super stolz auf die Jungs, super glücklich. Sie haben eine wahnsinnige Moral gezeigt. Mein Strahlen kommt von dem Strahlen der Jungs. Es sind Erlebnisse, die sie nie wieder vergessen werden. Die Strahlkraft für unsere Akademie ist natürlich toll.“ In der Meisterschaft war die Mannschaft auf dem Weg ins Finale denkbar knapp am FSV Mainz 05 gescheitert.

Was passiert mit den Pokalhelden?

Nun ist die Frage, wie es mit den Pokalhelden weitergeht. So haben Spieler wie Mittelfeld-Juwel Luan Simnica (19) immer noch keinen neuen Vertrag für nach dem Sommer. Grund soll die fehlende Perspektive sein – obwohl es mit Ellyes Skhiri und (mit Abstrichen) Jonas Hector auch in diesem Bereich signifikante Abgänge gibt. Nachdenklich dürfte Spieler wie Berater ein Interview mit Cheftrainer Steffen Baumgart gemacht haben, in dem der einen schnellen Weg in den Profikader beinahe ausschloss sondern von einer mehrjährigen Entwicklung sprach.

Talente wie Damion Downs brauchen aber Einsatzzeiten und Perspektiven. Diesen Spagat muss der 1. FC Köln hinbekommen.