Die Fläche von Kirchen als Wohnraum nutzen: So viele Wohnungen könnten allein in Köln entstehen.

Im Überblick:

  • Es existieren aktuell 160 katholische Kirchen in Köln, deren Platz kaum genutzt wird.
  • Die Wohnungsknappheit hingegen wird immer größer.
  • Sachverständigenunternehmen hat Berechnungen aufgestellt, die einen Ansatz zur Problemlösung bieten könnten.

Die katholische Kirche hat allein in Köln eine Grundfläche von circa. 175.000 Quadratmetern zur Verfügung, die zum Teil ungenutzt bleibt. Zeitgleich steigt jedoch die Wohnungsnot in Großstädten exponentiell an.

Das wird diskutiert:

  • Die mangelnde Verfügbarkeit von Wohnfläche in Köln im Vergleich zur ungenutzten Fläche der katholischen Kirche.
  • Die Zahlen der städtischen Wohnungsbaustatistik zeigen auf, dass die gesetzten Ziele der Stadt in Bezug auf den Wohnungsbau nicht erreicht werden.
  • Mietpreise und Wohnungsknappheit nehmen zu.
  • Durch die steigenden Kirchenaustritte kommt es zu mehr ungenutzter Fläche der Kirchen, die als Bebauungsgebiet nutzbar wäre.
  • Das Immobilienbüro Karänke schlägt vor, 90 Prozent der katholischen Kirchenfläche in Köln langfristig umzubauen.
  • Man könne Wohnen und Glauben verbinden oder auch dem Wohnen zuliebe das Beten zentralisieren.
  • So könnten, den Angaben des Immobilienbüros nach, über 350.000 Quadratmeter an Wohnfläche entstehen. Das sind circa 4.700 Wohnungen.

Das sagen die Zahlen:

  • Prognose der Kirchenaustritte für das Jahr 2022: 20.000.
  • In Köln-Mülheim gibt es 22 Kirchen, das ist die höchste Anzahl innerhalb eines Viertels.
  • Nach den Berechnungen von Kränke könnten zwischen 4.600 und 8.200 Wohnungen auf unbenutzter Kölner Kirchenfläche entstehen.
  • Das wäre in etwa Wohnraum für bis zu 15.562 Menschen.
  • Aktuell gehen 4,17 Prozent der Katholik*innen regelmäßig in den Gottesdienst.

Mehr dazu

Den ausführlichen Bericht des Immobilienbüros und weitreichende Statistiken findet man hier.