Nach über 130 Jahren gibt es großen Grund zur Freude: Die Wissmannstraße und die Gravenreuthstraße in Ehrenfeld werden umbenannt, da sie in der aktuellen Aufarbeitung des kolonialen Gedenkens in Köln als "schwer belastet/nicht haltbar" eingestuft wurden.

Im Überblick:

  • Die Namen der Wissmannstraße und der Gravenreuthstraße in Ehrenfeld sind auf Offiziere des Deutschen Reiches zurückzuführen, die heute für Massaker und Kriegsverbrechen verantwortlich gemacht werden.
  • Der Prozess der Namensänderung wurde als "lange überfällig" eingestuft.
  • Es läuft ein aktiver Prozess zur Findung neuer Namen.

Die Details:

Die Straßen wurden zu Kaiserzeiten zu Ehren der Offiziere des Deutschen Reiches Hermann von Wissmann und Karl Friedrich von Gravenreuth benannt.

  • Heute werden beide Männer für Massaker und Kriegsverbrechen verantwortlich gemacht, und ihre Taten werden als "extensive koloniale Gewalt" und rassistisches Verhalten gewertet.

Die Bedeutung der Umbenennung

Dieser Schritt ist Teil eines umfassenderen Prozesses zur Aufarbeitung des kolonialen Gedenkens in Köln. Anwohner*innen und Bürger*innen der Stadt sehen die Änderungen als ein notwendiges Zeichen für Verantwortung und Respekt gegenüber dieser schlimmen Vergangenheit.

Mehr dazu:

  • Die Anwohner*innen der Wissmannstraße setzen sich bereits seit längerem für eine Umbenennung ein.
  • Es wird erwartet, dass die neuen Namen eine Abkehr von den kolonialen Wurzeln der bisherigen Benennungen repräsentieren.
  • Ein Prozess zur Findung neuer Namen ist im Gange, um den Straßen Namen zu geben, die die Werte der heutigen Gesellschaft besser widerspiegeln.

Fazit:

Die Umbenennung der Wissmannstraße und der Gravenreuthstraße markiert einen wichtigen Schritt in der Aufarbeitung der kolonialen Geschichte Kölns. Durch das Engagement der Anwohner*innen und die Unterstützung der Bezirksbürgermeister*innen wurde eine längst überfällige Neubewertung der historischen Kontexte angestoßen.