Die Kölner Zentralbibliothek ist eine der größten öffentlichen Bibliotheken Deutschlands (Foto: Imago/JOKER/Helmut Metzmacher)

Beschlossen ist die Sanierung der Kölner Zentralbibliothek bereits seit 2018, noch zögert die Stadt aber. Trotz weiterer Kostensteigerung setzt OB Reker auf den "bewährten Standort" im Zentrum.

Im Überblick:

  • Für die Generalsanierung der Zentralbibliothek liegt eine neue Kostenplanung vor.
  • Mitte Mai will der Stadtrat darüber entscheiden, ob auf dieser Basis die bereits 2018 beschlossene Sanierung starten kann.
  • Bis zum zweiten Quartal 2027 soll die Zentralbibliothek in neuem Glanz erstrahlen.

Baukosten nicht für die Öffentlichkeit bestimmt

Die Sanierung der in die Jahre gekommenen Zentralbibliothek unweit der Neumarkts ist zwar seit Jahren beschlossene Sache, bislang kam die Stadt aber nicht in die Gänge. Vor wenigen Tagen wurde die Diskussion um deren Zukunft mit einer neuen Kostenfortschreibung befeuert, die die Verwaltung dem Stadtrat vorlegte. Dieser, so heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt, wolle am 16. Mai darüber entscheiden, ob die Sanierung auf Basis der neuen Kalkulation nun endlich starten könne.

Über die konkreten Kosten der geplanten Sanierung schweigt sich die Politik noch aus. Die Stadt begründet die Geheimniskrämerei damit, dass "die Position der Stadt Köln bei Verhandlungen mit einem Generalunternehmen" nicht geschwächt werden soll.

Drei Aspekte sprechen für Sanierung

Alternativ hat sich die Stadt mit dem Gedanken beschäftigt, die Zentralbibliothek dauerhaft im Interimsquartier Hohe Straße zu beheimaten. Auch ein Einzug ins ehemalige Modehaus Franz Sauer, so heißt es in der Pressemitteilung, sei geprüft worden. "Beide Standorte erfüllen jedoch die wesentlichen Voraussetzungen nur unvollständig", kam die Stadt zu dem Schluss. Für die Sanierung der Zentralbibliothek sprächen folgenden Gründe:

  • Ausreichend Platz, um ein umfangreiches Medienangebot zu gewährleisten.
  • Eine über Jahre gewachsene Zusammenarbeit mit benachbarten Kultureinrichtungen.
  • Sehr gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Stadtbibliotheken für die Zukunft fit machen

Kölns OB Henriette Reker bezieht denn auch klar Stellung für eine Generalsanierung der Zentralbibliothek. Der "bewährte Standort im Herzen der Stadt" soll beibehalten und das dezentrale Angebot mit Stadtteilbibliotheken gleichzeitig ausgebaut werden, etwa mit einer Einrichtung im neuen Stadtteil Kreuzfeld. Darüber hinaus soll in Kürze eine mobile und biogasbetriebene Busbibliothek, die wöchentlich "weitere 18 Standorte" anfahre, ihren Betrieb aufnehmen.

"Es war immer mein Ziel, die bestmögliche Lösung dafür zu finden, wie wir das erfolgreiche Konzept der Stadtbibliothek Köln konsequent weiterführen und ihre Zukunftsfähigkeit als Lernort mit hoher Aufenthaltsqualität sichern können", so OB Reker.

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