Auch Coverbands, wie hier auf dem Weihnachtsmarkt am Dom, dürfte es dieses Jahr weniger geben (Imago / Horst Galuschka).

Wenn in der Kölner Altstadt jetzt die Weihnachtsmärkte öffen sind, wird die Musik in diesem Jahr wohl etwas anders klingen. Einige beliebte Weihnachtshits werden fehlen – eine Sparmaßnahme, die durch erhöhte Gebühren ausgelöst wurde.

Im Überblick:

  • Weihnachtsmärkte spüren finanzielle Last durch hohe Gema-Gebühren.
  • „O Tannenbaum“ statt "Wonderful Dream": Lizenzfreie Lieder werden beliebte Pop-Hits ersetzen.
  • Es gibt ein paar Ausnahmen für manche Attraktionen.

"Last Christmas" im wahrsten Sinne des Wortes

Es ist soweit: Die Kölner Weihnachtsmärkte sind offen. Doch aufgrund gestiegener Gema-Gebühren wird man auf vielen Weihnachtsmärkten auf bekannte Lieder wie "Last Christmas" oder "All I Want for Christmas Is You" vergebens warten.

  • Die Gema, verantwortlich für die Lizenzierung von Musik, berechnet ihre Tarife nach der Fläche der Veranstaltungsorte – eine Methode, die in den letzten Jahren wohl nicht immer korrekt angewendet wurde.
  • Die Neuberechnung führt nun zu erheblichen Mehrkosten für die Weihnachtsmarktbetreiber*innen.
  • "Die Gema-Rechnung hat sich in diesem Jahr etwa verdoppelt", sagt eine Sprecherin des Weihnachtsmarktes am Dom dem "Kölner Stadtanzeiger."

Die Alternative: Lizenzfreie Klassiker

Die Weihnachtsmärkte am Neumarkt, Heumarkt und am Alter Markt wählen ein anderes Schlupfloch: Hier wird man auf altbekannte, klassische Weihnachtslieder setzen, die aufgrund ihres hohen Alters keine Lizenzgebühren mehr nach sich ziehen.

Ausnahmen bestätigen die Regel

Einzige Ausnahmen: Fahrgeschäfte wie Karussells dürfen ihre jahresrunden Pauschallizenzen nutzen und umgehen so die separaten Kosten. Die Eislaufbahn am Heumarkt wird wiederum als Sportfläche eingestuft, gehört daher nicht zur Veranstaltungsfläche des Markts und hat einen separaten Tarif. Dadurch ist es in diesen Fällen möglich, lizenzierte Musik zu spielen – damit die Besucher*innen nicht auf ihre gewohnten X-Mas-Hits verzichten müssen.

Eislaufbahn Heumarkt
Auf der Eislaufbahn am Heumarkt wird man weihnachtliche Pop-Songs noch hören können (Foto: Imago / Jochen Tack).

Fazit: Scheint so, als käme es in diesem Jahr zu einer musikalischen Umstellung auf den Kölner Weihnachtsmärkten. Wir freuen uns schon jetzt auf die Vorweihnachtszeit – ganz egal ob mit "Last Christmas" oder lizenzfrei mit "Leise rieselt der Schnee."