Ein Lost Place in Köln: Die Villa Oppenheim (Foto: IMAGO / Eibner)

Kennt ihr die Lost Places in Köln? Oder wisst ihr, an welchen Schauplätzen sich schaurige Verbrechen abgespielt haben? An diesen Orten in Köln kommen Crime- und Grusel-Fans sicher auf ihre Kosten.

Im Überblick

  • Das verlassene Gutshaus Fühlingen und die leerstehenden Fabrikhallen der Norton-Werke haben beide eine wenig ruhmreiche Nazi-Vergangenheit.
  • Die ehemalige Gastwirtschaft "Zum Goldenen Roß" wurde im Jahr 1913 zum grausamen Tatort des Serienmörders Peter Kürten.
  • Das Fort IV sorgt als unterirdische Horrorfilm-Kulisse für Gänsehaut-Feeling.

Gutshaus Fühlingen

Die Grusel-Villa an der Neusser Landstraße wurde im Jahr 1884 von Eduard Freiherr von Oppenheim erbaut und steht unter Denkmalschutz.

  • Geschichten über den Selbstmord eines NS-Richters (1962), einen weiteren Todesfall (2007) oder Gerüchte über Hausgeister und seltsame Lichter machen das alte Gutshaus zu einer wahren Fundgrube für alle, die den Nervenkitzel suchen.
  • Schon seit Jahren wird nun über eine Sanierung des Gebäudes oder dessen Abriss heftig diskutiert. Bis dahin steht es still und gruselig an der Neusser Landstraße und jagt allen, die es (verbotenerweise) betreten, einen kleinen Schrecken ein.

Norton-Werke

Die ehemalige Schleifmittelfabrik des Unternehmens Deutsche Norton spielte auch eine wenig glanzvolle Rolle im Zusammenhang mit der NS-Zeit.

  • Mehrere Hundert Zwangsarbeiter*innen aus den nahegelegenen Konzentrationslagern wurden in dem im Jahre 1909 errichteten Werk zur Herstellung von Schleifscheiben, Sägen und Klebstoffen eingesetzt.
  • Seit der Schließung des Werks 1992 liegen die Spinde, Waschräume und Werkshallen der Fabrik verlassen da. Nun planen die Kölner Verkehrs-Betriebe als aktueller Eigentümer auf dem Gelände ihren neuen Betriebshof.

Gasthaus "Zum Goldenen Roß"

Das Eckhaus an der Keupstraße und Holweider Straße steht heute ganz unscheinbar im Stadtteil Mülheim. Doch hinter seiner Fassade verbirgt sich eine grausame Geschichte.

  • Im Mai 1913, beging der Serienmörder Peter Kürten in der damaligen Gastwirtschaft "Zum Goldenen Roßseinen seine ersten Tat.
  • Kürten brach am Abend in die Wohnung des Gastwirts ein. Wertgegenstände fand er nicht, dafür aber die schlafende neunjährige Tochter des Wirts, der er – vielleicht aus Wut – die Kehle durchschnitt.

Horrorfilm-Kulisse Fort IV

Die dunklen Gänge unter dem Fort IV haben Gänsehaut-Garantie. Jeder, die sich mutig in das düstere Labyrinth begibt, weiß nicht, was ihn hinter der nächsten Biegung erwartet.

  • Das Gebäude wurde im Jahr 1875 in Bocklemünd als Teil des Festungsrings erbaut.
  • Fort IV diente im zweiten Weltkrieg als Flugabwehrzentrale und war auch schon Kulisse für den Horrorfilm "Creep".
  • Regelmäßige Führungen sollen immer am zweiten Wochenende im September stattfinden.

Alle News findet ihr ab sofort auch in der soköln.-App, und in unseren WhatsApp-Kanälen für ganz Köln, oder für dein Veedel – einfach anklicken und abonnieren: Innenstadt, Ehrenfeld, Lindenthal, Nippes, Kalk, Mülheim, Chorweiler, Porz, Rodenkirchen.