Die wohl bekannteste Kirche in Köln: Der Kölner Dom (Foto: Unsplash / Keanu K)

Kölner Kirchen haben viele interessante Geschichten zu erzählen. Wer hätte gedacht, dass darin auch das Grab einer Kaiserin und 11.000 Jungfrauen vorkommen.

Im Überblick:

  • Im Mittelalter galt unsere Stadt als das Heilige Köln. 
  • Kölner Kirchen prägen das Stadtbild und die Stadtgeschichte. 
  • Manche sind auf schwimmenden Fundamenten oder aus dem Stoff blutrünstiger Legenden gebaut.

Die Details:

Im Mittelalter kannte man Köln nur als das "Heilige Köln". Ein netter Werbeslogan, der sicher auch mit der großen Zahl an Glaubenshäusern in der Domstadt zu tun hatte. Heute finden sich immer noch über 200 Kirchen auf Kölner Stadtgebiet. Vorneweg natürlich der Kölner Dom als eine der größten Glaubenshäuser der Welt.  

Kölns besondere Kirchen 

Doch Größe ist nicht immer entscheidend. Weshalb wir unseren Blick vom großen Dom auf die kleineren Kirchen der Stadt lenken, von denen einige eine äußerst interessante Geschichte haben. Unsere Highlights: 

Die Kaiserin in St. Pantaleon 

  • St. Pantaleon ist die älteste Kirche Kölns, fertiggestellt im Jahr 980 n. Chr. 
  • Berühmt ist die Kirche nicht nur wegen ihres Alters, sondern auch für eine prominente Grabbewohnerin. 
  • Denn hier liegt die Kaiserin Theophanu, Nichte des byzantinischen Kaisers und Ehefrau von Kaiser Otto II. begraben. 
Sankt Pantaleon Kirche in Köln
Die St. Pantaleon Kirche in Köln (Foto: IMAGO / agefotostock)

Groß St. Martin und das Schwimmbecken 

  • Unweit des Kölner Doms und nahe am Rhein steht in der Altstadt die Kirche Groß St. Martin. 
  • Aufgrund der Nähe zum Rhein kam es öfter mal zu Hochwasserschäden, weshalb das Fundament der Kirche aufgeschüttet wurde. 
  • Bei Ausgrabungen fanden Archäologen später dann Überreste römischer Bauten, genauer gesagt eines römischen Schwimmbeckens. 
Kirche Groß St. Martin Köln
Unweit vom Dom: Die Kirche Groß St. Martin Köln (Foto: IMAGO / Andreas Gora)

St. Ursula und 11.00 Jungfrauen 

Die St. Ursula Kirche umgibt eine grausame Legende, nach der die britannische Königstochter Ursula auf einer Pilgerreise mit einer kleinen Gruppe von 11.000 Jungfrauen an Köln vorbeikam. 

  • Falscher Zeitpunkt, denn Köln war damals von den Hunnen besetzt, die kurzen Prozess machten. 
  • Beim Bau der Kirche wurden dann jede Mengen Knochen gefunden und mit der Legende in Verbindung gebracht. 
  • Seither finden sich in der Goldenen Kammer der Kirche unzählige gestapelte Gebeine. Ein bisschen gruselig. 
St. Ursula Kirche Köln
Die St. Ursula Kirche in Köln (Foto: IMAGO / Arcaid Images)

Fazit 

Köln ist berühmt für seine Kirchen. Wer hätte gedacht, dass darunter auch so interessante und teilweise verstörende Geschichten dabei sind wie bei den genannten Beispielen.

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