Der Fotograf Frank Schoepgens ist – wie einige Menschen unserer Interviewserie — überzeugter Wahlkölner. Nach einem Auslandssemester in Paris hat es den Krefelder in die Domstadt gezogen. Warum er geblieben ist, erzählt er uns heute.

Im Überblick:

  • Der Kölner Fotograf Frank Schoepgens lebt seit 16 Jahren in der rheinischen Metropole.
  • Er fotografierte unter anderem Henriette Reker und Wolfgang Niedecken.
  • Auch zahlreiche architektonische Kunstwerke sind unter seinen Bildern.

1. Was hat Dich wann nach Köln verschlagen und wie gefällt es Dir hier? 

"Ich bin mit Mitte 20 mit Freunden in Köln in eine WG gezogen. Da ich auch selbst Musik mache, hat mich vor allem der hier entdeckte Sound of Cologne und das Kölner Nachtleben begeistert.

Ich war 2000 bis 2003 hier, dann sieben Jahre in Barcelona und bin seit 2010 in Köln kleben geblieben. Also bin ich jetzt 16 Jahre hier, gerne Wahlkölner und mir gefallen die Menschen. Ich identifiziere mich aber nicht hundertprozentig mit dem Kölner Brauchtum, bin zum Beispiel kein großer Karnevalist.

Ich mag es, dass die Stadt alles zu bieten hat, was man braucht und gleichzeitig übersichtlich ist, man trifft Leute auf der Straße — schön. Meine Heimat Ehrenfeld mag ich besonders."

2. Du fotografierst unter anderem Kölner Persönlichkeiten. Wer war so dabei und gibt es vielleicht eine Anekdote oder ein Shooting, das für Dich ganz besonders war?   

"Dass ich mit Henriette Reker ganz kurz vor der Messerattacke ein Shooting gemacht habe, war sehr bewegend. Ich war bei Wolfgang Niedecken Zuhause, total interessant, er ist Kunstsammler und sein Haus ist wie ein kleines Museum. Die Tatortkommissare, die ich zum 20-jährigen Fernsehjubiläum abgelichtet habe, waren toll, denn sie sind Vollprofis bei denen jede Mimik sitzt."

3. Außerdem bist Du Architektur-Fotograf. Was sind Deine persönlichen architektonischen Highlights in der Domstadt?  

"Hamburg und Berlin hat natürlich mehr architektonische Prestigebauten. Die zwölf romanischen Kirchen im Kölner Stadtbild gefallen mir zwar, aber für die würde ich die Kamera nicht auspacken.

Während Corona bin ich mit dem Fahrrad durch die Stadt gefahren, habe schöne Architektur gesucht und diese fotografiert. Dabei geht's aber auch viel ums richtige Licht. Köln ist nicht unbedingt ein Mekka für Architekturfotografen, aber es gibt immer wieder Perlen zu entdecken." 

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