Im Grüngürtel soll trotz geplanter Bühne auf den Kölner Ringen weiter gefeiert werden. Dagegen wehrt sich nun der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und betont die Auswirkungen auf das Landschaftsschutzgebiet.

Im Überblick:

  • Der BUND lehnt die Nutzung der Uniwiese als Feierfläche ab, um den Grüngürtel zu schützen.
  • Eine neue Bühne auf den Kölner Ringen soll die Überfüllung rund um die Zülpicher Straße an Karneval kompensieren.
  • Dennoch plant die Stadtverwaltung die Uniwiese weiterhin als Ausweichfläche zu nutzen.

BUND sieht Kölner Grüngürtel in Gefahr

Die Uniwiese, Teil des Kölner Grüngürtels, steht erneut im Zentrum des Konflikts um den Kölner Karneval. Nach den Exzessen am 11.11. fordert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Uniwiese als Feierfläche auszuschließen – so berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger".

  • Der Grund: Das Landschaftsschutzgebiet soll bewahrt werden.
  • Die Stadt plane allerdings, die Wiese weiterhin als Fläche zu nutzen, obwohl das Konzept der neuen Bühne auf den Kölner Ringen Fortschritte zeige.

Forderungen und weitere Bedenken

Der BUND fordert eine "echte Feieralternative" auf einer versiegelten Fläche und schlägt die Nord-Süd-Fahrt als Ausweichort vor. Nicht nur der Umweltbund – auch Anwohner*innen und Bürgergemeinschaften fordern den Schutz des Grüngürtels sowie mehrere dezentrale Veranstaltungsorte zur Entlastung.

WDR-Arkaden Nord-Süd-Fahrt Köln
Die WDR-Arkaden an der Nord-Süd-Fahrt in Köln (Foto: IMAGO / imagebroker)
  • Diese können allerdings für den kommenden Straßenkarneval, der in genau einem Monat startet, nicht mehr realisiert werden, heißt es vonseiten der Stadtverwaltung.
  • Für den 11.11.2024 sollen dann neue Konzepte für das Kwartier Latäng erarbeitet werden – dafür brauche es aber weitere private Veranstalter*innen, die sich an der Umsetzung beteiligen, berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger".
  • Debatten gibt es nicht nur wegen der Uniwiese: Vor Kurzem äußerte die queere Community in Köln ihre Bedenken über zunehmende Konfrontationen bezüglich der Bühne auf den Ringen – worüber soköln. bereits berichtete.

Fazit:

Der BUND sieht den Grüngürtel in Gefahr und fordert eine karnevalsfreie Zone auf der Kölner Uniwiese. Da die Fläche seit Jahren Hotspot und Feiertradition hat, scheint ein Verbot schwierig zu werden, zumal es aktuell keine vergleichbaren Ausweichflächen gibt. Für den kommenden Straßenkarneval bleibt neben der Bühne auf den Ringen wohl alles beim Alten.

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