Die Kölner Kultfiguren Tünnes und Schäl (Foto: Imago/Steinach)

Jeder kennt Tünnes un Schäl. Oder hat zumindest schon mal von ihnen gehört. Aber was genau hat es eigentlich damit auf sich und gab es die Zwei wirklich? 

Im Überblick:

  • Tünnes un Schäl sind in Köln allgegenwärtig. In Denkmälern und Geschichten. 
  • Doch was hat das alte Hänneschen-Puppentheater mit den beiden zu tun und wie kam Schäl eigentlich zu seinem Namen? 
  • Wir haben das mal für euch aufgearbeitet. 

Puppen als Kölsche Originale 

Eine elitäre Gruppe aus der Geschichte Kölns werden noch heute als Kölsche Originale bezeichnet. Sie alle vereint die Tatsache, dass sie in Köln und bei der Kölner Bevölkerung durch ihr Wesen einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Umso erstaunlicher, dass es sich bei Tünnes und Schäl um die einzigen fiktiven Personen unter den Kölschen Originalen handelt. Aber wer sind die zwei Pappnasen eigentlich? 

Ursprung 

  • Tünnes und Schäl entspringen der Feder von Johann Christoph Winters, dem Gründer des Hänneschentheaters. 
  • Dieser präsentierte 1803 den Tünnes als neuen Teil des Puppentheaters. 
  • Schäl folgte in den 1850er-Jahren. 
 Puppen Tünnes und Schäl
Alfred Biolek und Willy Millowitsch mit den Puppen Tünnes und Schäl (Foto: Imago/Horst Galuschka)

Tünnes 

  • Tünnes ist kölsch für Antonius. 
  • Seine Erscheinung ist durch eine Knollennase geprägt und trotz seiner rustikalen Art ist er vom Wesen sehr friedlich und durchaus clever. 
  • Für viele gilt er als wunderbares Abbild des typischen Kölners. 

 Schäl 

  • Der Name Schäl steht im kölschen für Schielen oder aber auch für falsch. 
  • Der Legende nach entstand die Figur des Schäl aus der Verärgerung Winters gegenüber Franz Millewitsch, der ebenfalls ein Puppentheater in Köln führte. Allerdings auf der Schäl Sick. 
  • Schäl trägt stets Frack und ist vom Wesen her ein absolutes Schlitzohr. 

Tünnes und Schäl heute 

Heute gelten Tünnes und Schäl nicht als Puppen, sondern als echte Kölsche Originale. Wir finden sie in Denkmälern, im Karneval, in Kunstobjekten und überall da, wo echte Kölsche zusammenkommen.