Der Krebelshof wird seit 50 Jahren als Jugend- und Kulturzentrum genutzt (Foto: JUGENDZENTRUM KREBELSHOF).

Die private Sozialeinrichtung in Köln-Worringen sollte bereits Ende 2021 ihren Standort aufgeben. Zu teuer wäre die dringend benötige Sanierung des historischen Gebäude gewesen. Jetzt macht eine Welle der Solidarität den Fortbestand der Jugendarbeit sicher.

Im Überblick:

  • Die drohende Schließung ist abgewendet das Jugendzentrum Worringen macht weiter.
  • Eine Stiftung kommt für die Restaurationskosten des historischen Gebäudes auf.
  • Die Schäden an Heizungsanlage, Elektrik und Dach gehen in Millionenhöhe.

"Krebelshof": 50 Jahre Jugend- und Kulturzentrum

Lange Zeit sah es so aus, als wäre das 50. Jahr im Worringer "Krebelshof" auch das letzte. Das historische Gemäuer aus rotem Backstein galt als Sanierungsfall – bereits 2021 gab die Trägergesellschaft "Guja gGmbH" in einer Meldung bekannt, den Standort aufgeben zu müssen. Dabei nutzt sie den Krebelshof im Kölner Norden schon seit 1973 als Einrichtung für Jugendarbeit.

  • Die notwendigen Investitionskosten für die Instandhaltung des Gebäudes schätzte der Verein auf mehrere Millionen Euro.
  • Renovierungsbedürftig waren laut einem Bericht des "Kölner Stadt-Anzeiger" Heizungsanlage, Elektrik, Wasserleitungen und Dach.

Happy End für Jugendarbeit: Stiftung übernimmt Sanierungskosten

Die drohende Schließung löste 2021 sofort eine Welle der Solidarität aus. Es wurde eine Petition ins Leben gerufen und auch die Bezirksverwaltung sprach sich für einen Verbleib des Jugendzentrums aus. Guter Wille war zwar reichlich vorhanden, aber das Geld fehlte. Immerhin, die Schließung des Jugendzentrums Ende 2021 konnte dadurch verhindert werden.

  • Kurz darauf nahm die Trägergesellschaft mit einer Stiftung erste Verhandlungen auf. Diese hätte sich bereit erklärt, die Kosten für die Renovierung zu übernehmen, schreibt der Verein.
  • Über den Fortschritt der Verhandlungen drang lange Zeit kein Wort an die Öffentlichkeit – offenbar weil es viele Details zu klären gegeben habe, die hätten schiefgehen können.

Anfang 2024 soll Näheres bekanntgegeben werden

Den Namen der Stiftung und genaue Einzelheiten der Vereinbarung will der Verein Anfang nächsten Jahres bekanntgeben. Doch schon jetzt scheint es, als wären beide Seiten sehr zufrieden mit dem Deal. Laut Angaben des "Kölner Stadt-Anzeiger" wird die Stiftung einen Millionenbetrag in die Erhaltung des denkmalgeschützten Gebäudes investieren, um die Jugendarbeit am "Krebelshof" weiterhin zu ermöglichen.

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